Monte-Carlo-Risikosimulation
Was ist Monte-Carlo-Risikosimulation?
Monte-Carlo-RisikosimulationRechnerische Technik, die Risiken durch tausende zufällige Szenarien aus Eingabewahrscheinlichkeitsverteilungen schätzt und so eine Verteilung möglicher Ergebnisse erzeugt.
Monte-Carlo-Simulationen sind die Grundlage vieler quantitativer Risikomethoden, einschließlich FAIR. Statt Punktwerten beschreiben Praktikerinnen und Praktiker Eingaben (Ereignisfrequenz, Verlusthöhe, Kontrollwirksamkeit, Wiederherstellungskosten) als Wahrscheinlichkeitsverteilungen, kalibriert mit historischen Daten und Expertenurteil. Die Simulation zieht tausende Stichproben aus diesen Verteilungen, berechnet pro Iteration den Verlust und aggregiert die Ergebnisse zu Kennzahlen wie erwartetem Verlust, Loss-Exceedance-Kurven und Value at Risk. Im Cyber-Risiko dient sie zur Modellierung von Ransomware-Exposition, Breach-Kosten und Lieferantenkonzentration und zur Bewertung des finanziellen Nutzens neuer Kontrollen. Unsicherheit und Abhängigkeiten werden weit besser abgebildet als mit Punktwerten in Spreadsheets.
● Beispiele
- 01
Monte-Carlo-Simulation mit 10.000 Iterationen zur Ransomware-Loss-Exceedance für den Vorstand.
- 02
Sensitivitätsanalyse, die zeigt, wie Datenklassifizierung Tail-Risk in einem FAIR-Modell reduziert.
● Häufige Fragen
Was ist Monte-Carlo-Risikosimulation?
Rechnerische Technik, die Risiken durch tausende zufällige Szenarien aus Eingabewahrscheinlichkeitsverteilungen schätzt und so eine Verteilung möglicher Ergebnisse erzeugt. Es gehört zur Kategorie Compliance und Frameworks der Cybersicherheit.
Was bedeutet Monte-Carlo-Risikosimulation?
Rechnerische Technik, die Risiken durch tausende zufällige Szenarien aus Eingabewahrscheinlichkeitsverteilungen schätzt und so eine Verteilung möglicher Ergebnisse erzeugt.
Wie funktioniert Monte-Carlo-Risikosimulation?
Monte-Carlo-Simulationen sind die Grundlage vieler quantitativer Risikomethoden, einschließlich FAIR. Statt Punktwerten beschreiben Praktikerinnen und Praktiker Eingaben (Ereignisfrequenz, Verlusthöhe, Kontrollwirksamkeit, Wiederherstellungskosten) als Wahrscheinlichkeitsverteilungen, kalibriert mit historischen Daten und Expertenurteil. Die Simulation zieht tausende Stichproben aus diesen Verteilungen, berechnet pro Iteration den Verlust und aggregiert die Ergebnisse zu Kennzahlen wie erwartetem Verlust, Loss-Exceedance-Kurven und Value at Risk. Im Cyber-Risiko dient sie zur Modellierung von Ransomware-Exposition, Breach-Kosten und Lieferantenkonzentration und zur Bewertung des finanziellen Nutzens neuer Kontrollen. Unsicherheit und Abhängigkeiten werden weit besser abgebildet als mit Punktwerten in Spreadsheets.
Wie schützt man sich gegen Monte-Carlo-Risikosimulation?
Schutzmaßnahmen gegen Monte-Carlo-Risikosimulation kombinieren typischerweise technische Kontrollen und operative Praktiken, wie in der Definition oben beschrieben.
Welche anderen Bezeichnungen gibt es für Monte-Carlo-Risikosimulation?
Übliche alternative Bezeichnungen: Monte-Carlo-Simulation, Stochastische Risikomodellierung.
● Verwandte Begriffe
- compliance№ 889
Quantitative Risikoanalyse
Analyseansatz, der Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung in Zahlen ausdrückt - meist als Wahrscheinlichkeiten und Verlustverteilungen - um datenbasierte Entscheidungen zu ermöglichen.
- compliance№ 402
FAIR (Factor Analysis of Information Risk)
Offener internationaler Standard zur finanziellen Quantifizierung von Informations- und Cyber-Risiken, der das Risiko in Faktoren für Verlust-Ereignisfrequenz und Verlusthöhe zerlegt.
- compliance№ 935
Risikobewertung
Strukturierte Aktivität innerhalb des Risikomanagements, die Bedrohungen, Schwachstellen und Auswirkungen auf konkrete Werte identifiziert und das resultierende Risiko zur Entscheidungsfindung bewertet.
- compliance№ 936
Risikomanagement
Der koordinierte Prozess zur Identifikation, Analyse, Bewertung, Behandlung, Überwachung und Kommunikation von Risiken, um sie innerhalb der von der Organisation definierten Toleranz zu halten.
- compliance№ 383
Unternehmensweites Risikomanagement (ERM)
Integrierter, unternehmensweiter Ansatz zur Identifikation, Steuerung und Behandlung strategischer, finanzieller, operativer, regulatorischer und Cyber-Risiken im Einklang mit den Geschäftszielen.
- compliance№ 888
Qualitative Risikoanalyse
Analyseansatz, der Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung über deskriptive Skalen wie niedrig/mittel/hoch oder 1-5 bewertet, statt monetärer oder probabilistischer Werte.