CyberGlossary

Identität und Zugriff

Verbindliche Zugriffskontrolle (MAC)

Auch bekannt als: MAC, Nicht-diskretionäre Zugriffskontrolle

Definition

Zugriffsmodell, in dem eine zentrale Richtlinie – nicht der Ressourceneigentümer – Entscheidungen anhand von Klassifizierungen und Freigaben für Subjekte und Objekte durchsetzt.

Mandatory Access Control ist ein nicht-diskretionäres Modell, in dem Betriebssystem oder Kernel eine systemweite Richtlinie erzwingen, die Nutzer nicht aufheben können. Jedes Subjekt (Prozess) und Objekt (Datei, Netzport) trägt ein Sicherheitslabel mit Klassifizierungsstufe (Top Secret, Secret, Vertraulich) oder Kategorie, und Zugriff wird nur gewährt, wenn die Labels die Richtlinie erfüllen (z. B. Bell-LaPadulas "no read up, no write down"). MAC ist verbindlich, weil selbst der Eigentümer einer Datei deren Rechte nicht lockern darf. Umgesetzt wird es in SELinux, AppArmor, Smack und FreeBSD MAC; Ursprung sind militärische und hochsichere Umgebungen. Nachteile sind Starrheit, komplexes Labelling und steile Betriebs-Lernkurve.

Beispiele

  • SELinux verhindert, dass ein als root laufender Webserver-Prozess /etc/shadow liest.
  • Ein klassifiziertes System erlaubt einem Secret-Nutzer kein Schreiben in ein Unclassified-Verzeichnis.

Verwandte Begriffe