CyberGlossary

Identität und Zugriff

Diskretionäre Zugriffskontrolle (DAC)

Auch bekannt als: DAC, Eigentümergesteuerte Zugriffskontrolle

Definition

Zugriffsmodell, in dem der Eigentümer einer Ressource entscheidet, wer zugreifen darf und welche Operationen erlaubt sind.

Diskretionäre Zugriffskontrolle ist das Standardmodell der meisten Allzweck-Betriebssysteme: Eigentümer von Dateien oder Objekten dürfen Berechtigungen für andere Nutzer und Gruppen vergeben oder entziehen, üblicherweise über ACLs oder die POSIX-Bits für Lesen/Schreiben/Ausführen. Da Vertrauen vom Eigentümer ausgeht, lassen sich Rechte frei weitergeben, was für Endnutzer komfortabel, aber anfällig für Malware mit Nutzerrechten sowie Confused-Deputy- oder Trojaner-Angriffe ist. DAC eignet sich für kollaborative Umgebungen und persönliche Daten, gilt aber für hochklassifizierte Informationen als unzureichend; dort wird MAC oder ein strenges RBAC/ABAC darüber gelegt.

Beispiele

  • Ein Linux-Nutzer setzt chmod 644 file.txt, um lesenden Zugriff für alle zu erlauben.
  • Ein Datei-Eigentümer unter Windows fügt einen Kollegen zur ACL mit Änderungsrechten hinzu.

Verwandte Begriffe