CyberGlossary

Identität und Zugriff

Autorisierung

Auch bekannt als: AuthZ, Zugriffssteuerung

Definition

Entscheidung darüber, was eine bereits authentifizierte Identität tun darf – welche Ressourcen, Aktionen und Bedingungen erlaubt sind.

Autorisierung (AuthZ) folgt auf die Authentifizierung: Nachdem ein Benutzer, Dienst oder Gerät seine Identität nachgewiesen hat, entscheidet das System, ob diese Identität eine angeforderte Aktion auf einer bestimmten Ressource ausführen darf. Entscheidungen können auf Rollen (RBAC), Attributen und Richtlinien (ABAC), Klassifizierungen (MAC) oder dem Ermessen des Eigentümers (DAC) beruhen und werden typischerweise von einer Policy Engine durchgesetzt, die Subjekt, Ressource, Aktion und Kontext auswertet. Moderne Architekturen externalisieren Policies über OAuth-2.0-Scopes, OpenID-Connect-Claims, XACML oder Rego/OPA. Fehlerhafte oder zu großzügige Autorisierung ist eine häufige Ursache von Sicherheitsvorfällen – etwa IDOR, Privilegieneskalation und Confused-Deputy-Angriffe.

Beispiele

  • Einem Support-Agenten Nur-Lese-Zugriff auf Kundentickets, aber nicht auf Abrechnungsdaten gewähren.
  • OAuth-2.0-Tokens mit begrenzten Scopes wie "orders:read".

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