CyberGlossary

Identität und Zugriff

Attributbasierte Zugriffskontrolle (ABAC)

Auch bekannt als: ABAC, Richtlinienbasierte Zugriffskontrolle

Definition

Autorisierungsmodell, das Richtlinien anhand von Attributen des Subjekts, der Ressource, der Aktion und der Umgebung auswertet, um über eine Zugriffsanfrage zu entscheiden.

Attributbasierte Zugriffskontrolle ersetzt statische Rollenzuweisungen durch dynamische Richtlinien. Eine Entscheidungs-Engine wertet Regeln über Attribute wie Abteilung und Freigabe des Nutzers, Klassifikation der Ressource, gewünschte Aktion, Uhrzeit und Gerätestatus aus. So sind sehr feingranulare, kontextbezogene Entscheidungen möglich, etwa eine Patientenakte nur während des Bereitschaftsdienstes und von einem verwalteten Gerät einsehen zu lassen. ABAC ist in NIST SP 800-162 beschrieben und wird mit Standards wie XACML oder OPA Rego umgesetzt. Stärken sind Flexibilität und Skalierbarkeit; Schwächen sind komplexe Richtlinien, schwierigeres Auditing und die Notwendigkeit vertrauenswürdiger Attributquellen.

Beispiele

  • OPA-Policy, die nur erlaubt, wenn user.region == resource.region und device.compliant == true.
  • XACML-Regel, die den Export personenbezogener Daten nur EU-Nutzern aus EU-IP-Bereichen erlaubt.

Verwandte Begriffe