CyberGlossary

Angriffe und Bedrohungen

LAND-Angriff

Definition

Historischer DoS-Angriff, der ein gespooftes TCP-SYN sendet, dessen Quell-IP und Quell-Port identisch mit Ziel-IP und -Port sind, sodass anfällige Systeme in eine Schleife geraten oder abstürzen.

Ein LAND-Angriff (Local Area Network Denial) erzeugt ein TCP-SYN, bei dem Quell-IP und Quell-Port gleich Ziel-IP und Ziel-Port sind, sodass das Ziel scheinbar eine Verbindung zu sich selbst aufbaut. Alte TCP/IP-Stacks (Windows 95/NT, bestimmte BSD- und SunOS-Systeme, einige Embedded-Geräte) gerieten in eine SYN/ACK-Schleife, fraßen CPU, hingen oder rebooteten. Moderne Betriebssysteme erkennen und verwerfen solche Pakete, aber das Muster taucht in schlecht getesteten IoT- und ICS-Stacks weiter auf. Abwehr: Ingress-Filterung von Paketen mit Source = Destination, Edge-ACLs gegen gespoofte Pakete im eigenen Adressraum sowie zeitnahes Patchen oder Ersetzen veralteter Geräte.

Beispiele

  • Senden eines SYN von 10.0.0.1:80 nach 10.0.0.1:80, um einen ungepatchten Windows-95-Host lahmzulegen.
  • Moderne LAND-Variante verursacht CPU-Spitze in einer verwundbaren Industriesteuerung.

Verwandte Begriffe