CyberGlossary

Angriffe und Bedrohungen

Denial-of-Service-Angriff (DoS)

Definition

Angriff, der Bandbreite, Rechenleistung, Speicher oder Anwendungsressourcen eines Systems erschöpft, sodass legitime Nutzer den Dienst nicht mehr erreichen.

Ein Denial-of-Service-Angriff überlastet ein einzelnes Ziel — Server, Anwendung, Verbindung oder Gerät — aus einer oder wenigen Quellen, um den Dienst zu beeinträchtigen oder anzuhalten. Die Techniken reichen von volumetrischen Floods (Bandbreitensättigung) über Protokollmissbrauch (z. B. SYN-Floods, die Verbindungs­zustände erschöpfen) bis hin zu Ressourcen­erschöpfung auf Applikationsebene (Slow-HTTP-Angriffe, teure Abfragen) und Logikfehler, die einen Crash auslösen. Anders als DDoS stammen sie aus einer Quelle oder wenigen Hosts, sind aber gegen schlecht dimensionierte Systeme dennoch sehr wirksam. Abwehrmaßnahmen sind Rate Limiting, Kapazitätsplanung, Anycast, Upstream-Filterung und Härten des Codes gegen ressourcen­verstärkende Eingaben.

Beispiele

  • Ein Angreifer hält per Slowloris von einer einzigen Maschine aus die Worker-Threads eines Webservers offen, bis keine neuen Clients mehr angenommen werden.
  • Eine Schwachstelle erlaubt es, mit einer HTTP-Anfrage gigabyteweise Speicher zu belegen und den Dienst zum Absturz zu bringen.

Verwandte Begriffe