CyberGlossary

Angriffe und Bedrohungen

Distributed-Denial-of-Service-Angriff (DDoS)

Auch bekannt als: DDoS

Definition

Denial-of-Service-Angriff von vielen verteilten Quellen gleichzeitig — meist über ein Botnet — zur Überlastung von Bandbreite, Infrastruktur oder Anwendung.

Ein DDoS-Angriff nutzt viele kompromittierte Hosts (Botnet), offene Reflektoren oder gemietete Stresser/Booter-Dienste, um ein Opfer gleichzeitig aus vielen Quellen mit Traffic oder Anfragen zu fluten. Das erschwert Filterung und erschöpft schnell die Kapazität. Die Angriffe verteilen sich auf mehrere Ebenen: Volumetrisch (Leitungssättigung, oft per Amplifikation), Protokoll (Erschöpfung zustandsbehafteter Geräte wie Firewalls oder Load Balancer) und Applikationsebene (scheinbar legitime, ressourcenintensive Anfragen). DDoS wird für Erpressung, Hacktivismus, Wettbewerbssabotage oder zur Tarnung anderer Eindringversuche eingesetzt. Mitigation erfordert hochskalierte Scrubbing-Netzwerke, Anycast, Cloud- oder On-Prem-DDoS-Schutz, verhaltensbasiertes Rate Limiting und eingespielte Reaktionsprozesse.

Beispiele

  • Ein Botnet vom Mirai-Typ flutet einen DNS-Anbieter mit 1,5 Tbps UDP-Traffic und nimmt abhängige Websites offline.
  • Ein HTTP/2-"Rapid Reset"-Flood von Tausenden Clients erschöpft die CPU eines Load Balancers.

Verwandte Begriffe