CyberGlossary

Angriffe und Bedrohungen

Ping of Death

Auch bekannt als: PoD

Definition

Historischer DoS-Angriff, der fehlerhafte oder überlange ICMP-Echo-Pakete sendet, die anfällige TCP/IP-Stacks beim Reassembly zum Absturz, Hängen oder Reboot bringen.

Ping of Death nutzt Fehler in der Art und Weise, wie ältere IPv4-Stacks fragmentierte Pakete reassemblieren, die größer als das IP-Maximum von 65.535 Byte sind. Eine Sequenz von Fragmenten, deren reassemblierte Länge dieses Limit überschreitet, kann Pufferüberläufe oder Kernel-Panics in ungepatchten Systemen wie Windows der 1990er, klassischem Mac OS, bestimmten Unix-Varianten und Embedded-Geräten auslösen. Moderne Betriebssysteme haben die zugrunde liegenden Bugs längst behoben; der Originalangriff ist also weitgehend historisch, aber konzeptionell ähnliche Oversize-/Malformed-Packet-Angriffe tauchen auch in neuen Stacks (inkl. IPv6 und IoT-Firmware) auf. Schutzmaßnahmen: Patching, perimetrales Filtern fehlerhafter ICMP-/IPv6-Fragmente und Fuzz-Testing von Netzwerkkomponenten.

Beispiele

  • Senden fragmentierter ICMP-Echo-Anfragen, deren Reassembly mehr als 65.535 Byte ergibt, um einen ungepatchten Windows-95-Host zum Absturz zu bringen.
  • Moderne Varianten gegen IPv6-Fragment-Reassembly in älteren Embedded-TCP/IP-Stacks.

Verwandte Begriffe