CyberGlossary

Angriffe und Bedrohungen

IP-Spoofing

Auch bekannt als: Quelladress-Spoofing

Definition

Fälschung der Quell-IP-Adresse von Netzpaketen, um sich als anderer Host auszugeben, Filter zu umgehen oder DoS-Angriffe zu verstärken.

Beim IP-Spoofing wird das Quelladressfeld im IP-Header so verändert, dass Pakete von einer anderen Maschine zu stammen scheinen. Angreifer umgehen damit IP-basierte ACLs, führen blinde TCP-Angriffe durch, verschleiern Scans oder starten Reflection-/Amplification-Floods, bei denen Antworten unbeteiligter Dritter das Opfer überschwemmen. Wirksame Gegenmaßnahmen liegen vor allem bei den Netzbetreibern: BCP 38/SAVI-Egress-Filterung, uRPF auf Routern, Anti-Spoof-Regeln am Edge sowie authentifizierte Protokolle (TLS, IPsec), die die Identitätsfälschung weiter oben im Stack neutralisieren.

Beispiele

  • DNS- oder NTP-Amplification-Floods mit der Opfer-IP als gefälschter Quelle.
  • Umgehung einer internen Allowlist durch Pakete mit der Quell-IP eines vertrauenswürdigen Partners.

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