Kryptografie
Public-Key-Kryptographie
Auch bekannt als: Asymmetrische Kryptographie, PKC
Definition
Zweig der Kryptographie, der mit Paaren aus öffentlichem und privatem Schlüssel Verschlüsselung, Schlüsseltausch, digitale Signaturen und Authentifizierung ohne vorab geteiltes Geheimnis ermöglicht.
Beispiele
- X.509-Zertifikate enthalten einen öffentlichen Schlüssel und sind von einer Zertifizierungsstelle signiert.
- SSH nutzt Public-Key-Kryptographie zur passwortlosen Server-Authentifizierung.
Verwandte Begriffe
Asymmetrische Verschlüsselung
Verfahren, das mathematisch verbundene Schlüsselpaare nutzt – öffentlicher Schlüssel zum Verschlüsseln, privater zum Entschlüsseln – und so sichere Kommunikation ohne vorab geteiltes Geheimnis ermöglicht.
RSA-Algorithmus
Public-Key-Algorithmus von Rivest, Shamir und Adleman (1977), dessen Sicherheit auf der Schwierigkeit beruht, das Produkt zweier großer Primzahlen zu faktorisieren.
Elliptische-Kurven-Kryptographie (ECC)
Familie von Public-Key-Verfahren auf Basis der algebraischen Struktur elliptischer Kurven über endlichen Körpern, mit gleicher Sicherheit wie RSA bei deutlich kleineren Schlüsseln.
Digitale Signatur
Asymmetrisches kryptografisches Verfahren, das Authentizität, Integrität und Nichtabstreitbarkeit einer Nachricht oder eines Dokuments belegt.
Öffentlicher Schlüssel
Frei verteilbare Hälfte eines asymmetrischen Schlüsselpaars, mit der Daten für den Besitzer verschlüsselt oder vom passenden privaten Schlüssel erzeugte Signaturen verifiziert werden.
Privater Schlüssel
Geheime Hälfte eines asymmetrischen Schlüsselpaars, mit der an den Besitzer adressierter Geheimtext entschlüsselt oder digitale Signaturen erzeugt werden.