CyberGlossary

Kryptografie

Privater Schlüssel

Auch bekannt als: Geheimschlüssel (asymmetrisch)

Definition

Geheime Hälfte eines asymmetrischen Schlüsselpaars, mit der an den Besitzer adressierter Geheimtext entschlüsselt oder digitale Signaturen erzeugt werden.

Der private Schlüssel ist der vertrauliche Bestandteil eines Public-Key-Kryptosystems; er darf niemals offengelegt werden und ist mathematisch mit einem zugehörigen öffentlichen Schlüssel verknüpft. Bei der Verschlüsselung entschlüsselt er Nachrichten, die mit dem passenden öffentlichen Schlüssel verschlüsselt wurden; bei Signaturen signiert er Daten, die jeder mit dem öffentlichen Schlüssel verifizieren kann. Private Schlüssel werden typischerweise in Hardware-Sicherheitsmodulen (HSMs), TPMs, Smartcards, FIDO2-Authenticatoren oder passwortverschlüsselten Schlüsseldateien gespeichert und unterliegen Lifecycle-Kontrollen wie Rotation, Widerruf und Key-Escrow-Richtlinien. Eine Kompromittierung hebt sämtliche Sicherheitsgarantien des Schlüsselpaars auf und ermöglicht Identitätsdiebstahl, Entschlüsselung früheren Verkehrs (ohne PFS) und Signaturfälschung.

Beispiele

  • Eine SSH-Privatschlüsseldatei (id_ed25519) zur Authentifizierung an entfernten Servern.
  • Der TLS-Privatschlüssel eines Webservers, gepaart mit seinem X.509-Zertifikat.

Verwandte Begriffe