CyberGlossary

Schadsoftware

Potenziell unerwünschtes Programm (PUP)

Auch bekannt als: PUP, Potenziell unerwünschte Anwendung (PUA)

Definition

Software, die nicht strikt bösartig ist, sich aber ohne klare Zustimmung installiert, sich aufdringlich verhält oder die Nutzererfahrung verschlechtert – z. B. gebündelte Toolbars, Adware oder aggressive Optimierer.

Potenziell unerwünschte Programme (PUP), auch Potenziell unerwünschte Anwendungen (PUA) genannt, sind Programme, die ein Nutzer eigentlich nicht möchte, auch wenn er der Installation nominell zugestimmt hat. Sie werden meist über Bundler ausgeliefert, die Ablehnungshäkchen verstecken, über Freeware-Portale oder trojanisierte Installer. Typisches Verhalten: Werbeeinblendungen, Browser-Änderungen, Hintergrunddienste, Telemetrie-Erfassung und Drängen zu kostenpflichtigen "Upgrades". Endpoint-Produkte führen sie in einer eigenen PUP/PUA-Kategorie und blockieren sie oft standardmäßig. Schutzmaßnahmen sind Downloads aus offiziellen Quellen, sorgfältiges Lesen der Installationsschritte, der Einsatz von Paketmanagern und die Aktivierung der PUA-Erkennung in Sicherheitslösungen.

Beispiele

  • Kostenlose PDF-Reader, die Toolbars mitinstallieren und die Standardsuche ändern.
  • "Systemoptimierer", die Nutzer mit Angstmacherei zum Kauf einer Lizenz drängen.

Verwandte Begriffe