CyberGlossary

Schadsoftware

Polymorphe Malware

Auch bekannt als: Selbstverschlüsselnde Malware, Polymorpher Virus

Definition

Schadsoftware, die ihr Aussehen auf der Festplatte bei jeder Infektion verändert — meist durch erneute Verschlüsselung oder Packen — bei gleichbleibender Kernlogik.

Polymorphe Malware verwendet eine Verschlüsselungs-/Packer-Schicht und einen kleinen mutierenden Entschlüsseler, sodass jede Datei-Kopie für signaturbasierte AV anders aussieht, obwohl die entschlüsselte Nutzlast identisch ist. Das vereitelt Hash- und Byte-Signaturen. Polymorphe Engines nutzen Befehlsumordnung, Junk-Code und variable Registerwahl. Anders als bei metamorpher Malware wird die eigentliche Payload nicht neu geschrieben, sondern nur ihre Hülle verändert. Wirksame Abwehr stützt sich auf Verhaltenserkennung, Speicher-Scans nach dem Entpacken, YARA-Regeln auf entschlüsselten Strings, EDR/XDR und ML-Klassifikatoren auf dynamischen Merkmalen statt nur auf Dateibytes.

Beispiele

  • Storm Worm, das sich häufig umpackte, um Signaturen zu entgehen.
  • Virut, langlebiger polymorpher Dateiinfektor, der bei jeder Verbreitung mutierte.

Verwandte Begriffe