CyberGlossary

Schadsoftware

Metamorphe Malware

Auch bekannt als: Selbstumschreibende Malware, Code-Morphing-Malware

Definition

Schadsoftware, die ihren eigenen Code bei jeder Verbreitung vollständig neu schreibt und semantisch gleiche, aber strukturell verschiedene Binärdateien erzeugt.

Metamorphe Malware geht über Polymorphismus hinaus, indem sie die gesamte Nutzlast — nicht nur eine äußere Verschlüsselungshülle — bei jeder neuen Infektion neu kompiliert oder transformiert. Die Engines nutzen Befehlsersetzung, Register-Umbenennung, Control-Flow-Flattening, Codeumstellung und Dead-Code-Einfügung, sodass zwei Samples womöglich keine gemeinsame Byte-Folge besitzen und sich dennoch identisch verhalten. Statische Signaturen werden damit praktisch nutzlos; Verteidiger müssen auf dynamische Analyse, semantische Ähnlichkeit, verhaltensbasiertes EDR und Emulationsscanner setzen. Metamorphe Engines sind wegen ihrer Komplexität in Massen-Malware selten, kommen aber in Forschung, fortgeschrittenen Viren und einigen gezielten Toolkits vor.

Beispiele

  • W32/Simile (Etap), metamorphe Virus auf Forschungsniveau.
  • ZMist (Zmorph) von Z0mbie, frühe Demonstration der Codeumstellung.

Verwandte Begriffe