CyberGlossary

Schadsoftware

Schadsoftware

Auch bekannt als: Schadprogramm, Malicious Code

Definition

Jede Software, die absichtlich entwickelt wurde, um Computer, Netzwerke oder Daten zu stören, zu beschädigen oder unbefugt darauf zuzugreifen.

Malware (Schadsoftware) ist ein Oberbegriff für Code, dessen Verhalten dem ausführenden System oder seinen Nutzern schadet. Dazu gehören Viren, Würmer, Trojaner, Ransomware, Spyware, Rootkits und viele weitere Familien, die in modernen Kampagnen häufig kombiniert werden. Die Verbreitung erfolgt über Phishing, schädliche Websites, Lieferketten-Kompromittierungen, Wechseldatenträger oder die Ausnutzung ungepatchter Schwachstellen. Nach der Ausführung kann Malware Daten stehlen, Dateien für Lösegeld verschlüsseln, dem Angreifer Fernsteuerung ermöglichen oder sich lateral im Netzwerk ausbreiten. Wirksame Abwehr kombiniert EDR, Patch-Management, Application Allow-Listing, Netzwerksegmentierung, Schulungen und regelmäßige Offline-Backups.

Beispiele

  • Der Ransomware-Wurm WannaCry, der sich 2017 über SMB ausbreitete.
  • Emotet, vom Banking-Trojaner zum Loader für weitere Malware-Familien.

Verwandte Begriffe