CyberGlossary

Schadsoftware

Trojanisches Pferd

Auch bekannt als: Trojaner, Trojan

Definition

Schadsoftware, die sich als legitimes Programm ausgibt, um Nutzer zur Ausführung zu bewegen, und dabei eine versteckte schädliche Nutzlast ausliefert.

Ein Trojanisches Pferd (kurz Trojaner) ist Schadsoftware, die in etwas verborgen ist, das der Nutzer ausführen möchte: ein gecracktes Spiel, eine falsche Rechnung, ein vermeintliches Software-Update oder ein manipuliertes Installationsprogramm. Im Gegensatz zu Viren und Würmern replizieren sich Trojaner nicht selbst; sie sind auf Social Engineering und manuelle Ausführung angewiesen. Nach dem Start können sie Backdoors installieren, Zugangsdaten stehlen, Tastenanschläge mitschneiden, Ransomware nachladen oder den Rechner in ein Botnetz integrieren. Viele moderne Familien (Banking-Trojaner, RATs) folgen diesem Muster. Schutz bieten E-Mail-Filter, Code-Signierung, Application Allow-Listing, EDR, Sensibilisierung und Least-Privilege-Richtlinien.

Beispiele

  • Emotet, ursprünglich Banking-Trojaner, später große Malware-Verteilplattform.
  • Zeus/Zbot, Banking-Trojaner, der jahrelang Online-Banking-Zugangsdaten stahl.

Verwandte Begriffe