CyberGlossary

Schadsoftware

Dropper

Auch bekannt als: Malware-Dropper, Installer-Dropper

Definition

Schadsoftware, deren Aufgabe es ist, eine andere bösartige Nutzlast auf ein Zielsystem zu installieren („abzulegen"), oft nach Umgehung der ersten Erkennung.

Ein Dropper ist eine Auslieferungskomponente, die eine oder mehrere Nutzlasten in sich selbst trägt und sie nach Ausführung auf Datenträger oder in den Speicher schreibt. Im Gegensatz zu einem Downloader benötigt er keinen Internetkontakt für die nächste Stufe. Dropper kommen häufig als Makro-Dokumente, ISO/IMG-Container, signierte Installer oder trojanisierte Utilities. Sie enthalten typischerweise Anti-Analyse-Checks, Köderinhalte, Persistenz-Setup und Prozess-Injection, bevor sie die eigentliche Malware (Info-Stealer, Ransomware, RAT) starten. Schutz: E-Mail-/Web-Filter, Anhangs-Sandbox, Application Allow-Listing, verhaltensbasiertes EDR, Deaktivieren von automatischer Makro-Ausführung und ISO-Mount.

Beispiele

  • Emotet-Maldocs, die Trickbot oder Cobalt Strike absetzen.
  • ISO/LNK-Dropper von Qakbot zur Umgehung des Mark-of-the-Web.

Verwandte Begriffe