Schadsoftware
Payload
Auch bekannt als: Schadlast, Angriffs-Payload
Definition
Der Teil eines Exploits, einer Malware oder eines Angriffs, der die eigentliche bösartige Aktion ausführt – etwa Dateien verschlüsseln, eine Hintertür öffnen oder Daten stehlen.
Beispiele
- Ein Cobalt-Strike-Beacon, der nach Ausführung eines Phishing-Dokuments in den Speicher geladen wird.
- Ein Ransomware-Verschlüsseler, den ein Qakbot-Dropper als finale Stufe liefert.
Verwandte Begriffe
Exploit
Code, Daten oder Technik, die eine Schwachstelle ausnutzt, um unbeabsichtigtes Verhalten wie Codeausführung, Privilegieneskalation oder Informationsabfluss zu erzwingen.
Dropper
Schadsoftware, deren Aufgabe es ist, eine andere bösartige Nutzlast auf ein Zielsystem zu installieren („abzulegen"), oft nach Umgehung der ersten Erkennung.
Loader
Schadsoftware, die die Umgebung vorbereitet und weitere Nutzlasten — oft direkt im Speicher — für die nächste Phase eines Angriffs lädt.
Command and Control (C2)
Infrastruktur und Kanäle, mit denen Angreifer die Kommunikation zu kompromittierten Systemen aufrechterhalten und ihnen Befehle senden.
Dateilose Malware
Schadsoftware, die hauptsächlich im Arbeitsspeicher läuft und vertrauenswürdige Systemwerkzeuge nutzt, ohne klassische ausführbare Dateien auf der Festplatte.
Ransomware
Schadsoftware, die Daten des Opfers verschlüsselt oder Systeme sperrt und für die Wiederherstellung des Zugriffs ein Lösegeld fordert.