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Vol. 1 · Ed. 2026
CyberGlossary
Entry № 274

Datenanonymisierung

Was ist Datenanonymisierung?

DatenanonymisierungUnwiderrufliche Umwandlung personenbezogener Daten, sodass keine Person mehr direkt oder indirekt – auch nicht durch Verknüpfung mit anderen Informationen – identifizierbar ist.


Die Anonymisierung entfernt oder verändert Identifikatoren, Quasi-Identifikatoren und sensible Attribute so, dass eine Re-Identifikation nicht mehr mit angemessenem Aufwand möglich ist. Übliche Techniken sind Unterdrückung, Generalisierung, Perturbation, Aggregation und Randomisierung, häufig anhand von Modellen wie k-Anonymität, l-Diversität, t-Closeness oder Differential Privacy bewertet. Echte Anonymisierung fällt nicht unter die DSGVO (Erwägungsgrund 26), die Hürden sind jedoch hoch: EDSA und CNIL fordern eine formale Re-Identifikations-Risikobewertung unter Berücksichtigung "vernünftigerweise wahrscheinlicher" Mittel und Hilfsdatensätze. Typische Fehler sind das alleinige Hashen, das Veröffentlichen hochdimensionaler Mikrodaten oder das Gleichsetzen von Pseudonymisierung mit Anonymisierung.

Beispiele

  1. 01

    Veröffentlichung von Krankenhaus-Wiederaufnahmestatistiken aggregiert nach Region und Quartal, Zellen unter fünf werden unterdrückt.

  2. 02

    Veröffentlichung eines öffentlichen Mobilitätsdatensatzes, dessen Trajektorien auf Stadtteil-Wochen-Granularität generalisiert sind.

Häufige Fragen

Was ist Datenanonymisierung?

Unwiderrufliche Umwandlung personenbezogener Daten, sodass keine Person mehr direkt oder indirekt – auch nicht durch Verknüpfung mit anderen Informationen – identifizierbar ist. Es gehört zur Kategorie Datenschutz der Cybersicherheit.

Was bedeutet Datenanonymisierung?

Unwiderrufliche Umwandlung personenbezogener Daten, sodass keine Person mehr direkt oder indirekt – auch nicht durch Verknüpfung mit anderen Informationen – identifizierbar ist.

Wie funktioniert Datenanonymisierung?

Die Anonymisierung entfernt oder verändert Identifikatoren, Quasi-Identifikatoren und sensible Attribute so, dass eine Re-Identifikation nicht mehr mit angemessenem Aufwand möglich ist. Übliche Techniken sind Unterdrückung, Generalisierung, Perturbation, Aggregation und Randomisierung, häufig anhand von Modellen wie k-Anonymität, l-Diversität, t-Closeness oder Differential Privacy bewertet. Echte Anonymisierung fällt nicht unter die DSGVO (Erwägungsgrund 26), die Hürden sind jedoch hoch: EDSA und CNIL fordern eine formale Re-Identifikations-Risikobewertung unter Berücksichtigung "vernünftigerweise wahrscheinlicher" Mittel und Hilfsdatensätze. Typische Fehler sind das alleinige Hashen, das Veröffentlichen hochdimensionaler Mikrodaten oder das Gleichsetzen von Pseudonymisierung mit Anonymisierung.

Wie schützt man sich gegen Datenanonymisierung?

Schutzmaßnahmen gegen Datenanonymisierung kombinieren typischerweise technische Kontrollen und operative Praktiken, wie in der Definition oben beschrieben.

Welche anderen Bezeichnungen gibt es für Datenanonymisierung?

Übliche alternative Bezeichnungen: Anonymisierung, Starke De-Identifikation.

Verwandte Begriffe

Siehe auch