CyberGlossary

Identität und Zugriff

Verhaltensbiometrie

Auch bekannt als: Verhaltensauthentifizierung, Kontinuierliche Biometrie

Definition

Verfahren zur kontinuierlichen Authentifizierung, das einzigartige Verhaltensmuster wie Tipprhythmus, Mausbewegungen, Gangbild oder Touch-Gesten zur Erkennung von Imitatoren auswertet.

Verhaltensbiometrie misst, wie eine Person mit einem Gerät interagiert, statt wie sie aussieht. Modelle analysieren Tastendynamik, Mausbahnen, Scrollverhalten, Wischdruck, Gangbild aus Mobilsensoren oder die Halteweise des Telefons und vergleichen sie mit einer Referenzlinie. Das Verfahren läuft nach der Anmeldung still und kontinuierlich und erkennt Session-Hijacking, Botaktivität oder Kontoübernahmen selbst dann, wenn gültige Zugangsdaten verwendet werden. Es wird häufig in der Betrugsprävention für Banking und E-Commerce eingesetzt, oft kombiniert mit risikobasierter Authentifizierung. Schwächen sind Fehlalarme durch Verletzung oder Stress sowie Datenschutzfragen rund um die dauerhafte Beobachtung.

Beispiele

  • Eine Bank markiert eine Sitzung, wenn die Tippgeschwindigkeit stark vom Kundenprofil abweicht.
  • Eine E-Commerce-Plattform erkennt Bot-gesteuerte Kontoanlagen anhand unmenschlicher Mausbahnen.

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