CyberGlossary

Verteidigung und Betrieb

UBA (User Behavior Analytics)

Definition

Analyse-Technologie, die Baselines normaler Nutzeraktivität bildet und Abweichungen kennzeichnet, um Kontomissbrauch, Insider-Bedrohungen und kompromittierte Zugangsdaten zu erkennen.

User Behavior Analytics (UBA) verarbeitet Authentifizierungs-, Anwendungs- und Zugriffs-Logs, um das übliche Verhalten jedes Nutzers zu modellieren — typische Login-Zeiten, Standorte, Anwendungen, Dateizugriffsmengen — und bewertet Abweichungen mithilfe statistischer und ML-Methoden als Risiko. UBA ist besonders wirksam gegen Bedrohungen, die signaturbasierte Abwehr umgehen: Credential-Diebstahl, Insider-Datenklau, Account-Takeover und langsames Lateral Movement. UBA wird meist als Modul eines SIEM oder einer Identity-Plattform geliefert und versorgt das SOC mit priorisierten Alarmen; in modernen Deployments wird es als UEBA auf nicht-menschliche Konten und Geräte ausgeweitet.

Beispiele

  • Ein UBA-Modul markiert einen Finanzanwender, der nachts um 02:00 50 GB aus SharePoint von einer ausländischen IP herunterlädt.
  • Risikobasiertes Login verlangt verstärktes MFA, wenn das Anmeldeverhalten von der Baseline des Nutzers abweicht.

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