CyberGlossary

Identität und Zugriff

Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA)

Auch bekannt als: MFA, Starke Authentifizierung

Definition

Authentifizierungsverfahren, das vor der Zugriffsfreigabe mindestens zwei unabhängige Faktoren – meist aus unterschiedlichen Kategorien – verlangt.

Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) erhöht die Vertrauenswürdigkeit, indem sie Faktoren aus mindestens zwei der drei Kategorien kombiniert: Wissen (Passwort, PIN), Besitz (Sicherheitsschlüssel, Smartphone, Smartcard) und Inhärenz (Fingerabdruck, Gesicht, Stimme). Wird ein Faktor gestohlen oder gephisht, sollten die übrigen den Angreifer weiterhin aufhalten. Phishing-resistente MFA auf Basis von FIDO2/WebAuthn oder Smartcards ist klar zu bevorzugen gegenüber OTPs per SMS oder E-Mail, die anfällig für SIM-Swap, Server-Kompromittierung und Reverse-Proxy-Phishing sind. MFA gilt heute als Basis-Kontrolle in NIST SP 800-63B, PCI DSS und in den meisten Cyber-Versicherungen und gehört zu den wirksamsten Maßnahmen gegen Account-Takeover.

Beispiele

  • Anmeldung mit Passwort und Tippen auf einem FIDO2-Sicherheitsschlüssel.
  • Eine Admin-Konsole verlangt nach Windows-Hello-Login zusätzlich ein Hardware-Token.

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