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Vol. 1 · Ed. 2026
CyberGlossary
Entry № 075

Attribut-basierte Verschluesselung

Was ist Attribut-basierte Verschluesselung?

Attribut-basierte VerschluesselungPublic-Key-Verschluesselung (Sahai/Waters 2005), bei der Chiffre und Schluessel an Attribute und Policies gebunden sind; Entschluesselung gelingt nur, wenn die Policy erfuellt ist.


Attribute-Based Encryption (ABE), 2005 von Amit Sahai und Brent Waters eingefuehrt, verallgemeinert die identitaetsbasierte Verschluesselung, indem Chiffren und Schluessel an Attributmengen gebunden sind. In Key-Policy ABE (KP-ABE) codiert der private Schluessel des Nutzers eine Zugriffspolicy und der Chiffretext traegt Attribute; in Ciphertext-Policy ABE (CP-ABE) ist es umgekehrt - der Chiffretext traegt eine Boolesche Policy ueber Attributen, der Schluessel traegt Attribute. Die Entschluesselung gelingt nur, wenn die Attribute die Policy erfuellen. ABE nutzt meist bilineare Pairings auf Kurven wie BN254 oder BLS12-381 und ist nativ kollusionssicher. Anwendungen sind feingranulare Zugriffskontrolle fuer geteilten Cloud-Speicher, elektronische Gesundheitsakten, verschluesselte Data Lakes und DRM, bei dem ein einziger Chiffretext viele Empfaenger bedient.

Beispiele

  1. 01

    Ein Krankenhaus verschluesselt Akten einmal mit Policy ('Arzt' UND 'Kardiologie') ODER 'Forscher'.

  2. 02

    OpenABE und Charm-Crypto implementieren KP-ABE und CP-ABE.

Häufige Fragen

Was ist Attribut-basierte Verschluesselung?

Public-Key-Verschluesselung (Sahai/Waters 2005), bei der Chiffre und Schluessel an Attribute und Policies gebunden sind; Entschluesselung gelingt nur, wenn die Policy erfuellt ist. Es gehört zur Kategorie Kryptografie der Cybersicherheit.

Was bedeutet Attribut-basierte Verschluesselung?

Public-Key-Verschluesselung (Sahai/Waters 2005), bei der Chiffre und Schluessel an Attribute und Policies gebunden sind; Entschluesselung gelingt nur, wenn die Policy erfuellt ist.

Wie funktioniert Attribut-basierte Verschluesselung?

Attribute-Based Encryption (ABE), 2005 von Amit Sahai und Brent Waters eingefuehrt, verallgemeinert die identitaetsbasierte Verschluesselung, indem Chiffren und Schluessel an Attributmengen gebunden sind. In Key-Policy ABE (KP-ABE) codiert der private Schluessel des Nutzers eine Zugriffspolicy und der Chiffretext traegt Attribute; in Ciphertext-Policy ABE (CP-ABE) ist es umgekehrt - der Chiffretext traegt eine Boolesche Policy ueber Attributen, der Schluessel traegt Attribute. Die Entschluesselung gelingt nur, wenn die Attribute die Policy erfuellen. ABE nutzt meist bilineare Pairings auf Kurven wie BN254 oder BLS12-381 und ist nativ kollusionssicher. Anwendungen sind feingranulare Zugriffskontrolle fuer geteilten Cloud-Speicher, elektronische Gesundheitsakten, verschluesselte Data Lakes und DRM, bei dem ein einziger Chiffretext viele Empfaenger bedient.

Wie schützt man sich gegen Attribut-basierte Verschluesselung?

Schutzmaßnahmen gegen Attribut-basierte Verschluesselung kombinieren typischerweise technische Kontrollen und operative Praktiken, wie in der Definition oben beschrieben.

Welche anderen Bezeichnungen gibt es für Attribut-basierte Verschluesselung?

Übliche alternative Bezeichnungen: ABE, KP-ABE, CP-ABE.

Verwandte Begriffe