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Vol. 1 · Ed. 2026
CyberGlossary
Entry № 512

Identitaetsbasierte Verschluesselung

Was ist Identitaetsbasierte Verschluesselung?

Identitaetsbasierte VerschluesselungPublic-Key-Verschluesselung, bei der eine beliebige Kennung (E-Mail, Telefon) als oeffentlicher Schluessel dient und ein Private Key Generator die privaten Schluessel ausstellt (Boneh/Franklin 2001).


Identitaetsbasierte Verschluesselung (IBE) erlaubt es dem Sender, direkt fuer die Identitaetszeichenkette des Empfaengers - etwa alice@example.com - zu verschluesseln, ohne zuvor ein Zertifikat zu beziehen. Eine vertrauenswuerdige Stelle, der Private Key Generator (PKG), haelt einen Master-Secret, veroeffentlicht oeffentliche Master-Parameter und leitet auf Anfrage den privaten Schluessel aus der Identitaet ab. Das erste praktische IBE war Boneh-Franklin (2001) auf Basis bilinearer Pairings; spaeter kamen Sakai-Kasahara und Cocks dazu. IBE erspart das X.509-Zertifikatsmanagement, fuehrt aber zu inhaerenter Schluessel-Hinterlegung, da der PKG alles entschluesseln kann. IETF RFC 5091 standardisiert IBE; eingesetzt in MIKEY-SAKKE fuer britische/EU-Behoerden-Sprachsicherheit, als S/MIME-Alternative, fuer IoT-Schluessel-Bootstrapping und als Vorstufe attribut- und funktionsbasierter Verschluesselung.

Beispiele

  1. 01

    Das in der britischen Regierung genutzte MIKEY-SAKKE basiert auf IBE.

  2. 02

    Voltage SecureMail nutzt Boneh-Franklin-IBE, um direkt an E-Mail-Adressen zu verschluesseln.

Häufige Fragen

Was ist Identitaetsbasierte Verschluesselung?

Public-Key-Verschluesselung, bei der eine beliebige Kennung (E-Mail, Telefon) als oeffentlicher Schluessel dient und ein Private Key Generator die privaten Schluessel ausstellt (Boneh/Franklin 2001). Es gehört zur Kategorie Kryptografie der Cybersicherheit.

Was bedeutet Identitaetsbasierte Verschluesselung?

Public-Key-Verschluesselung, bei der eine beliebige Kennung (E-Mail, Telefon) als oeffentlicher Schluessel dient und ein Private Key Generator die privaten Schluessel ausstellt (Boneh/Franklin 2001).

Wie funktioniert Identitaetsbasierte Verschluesselung?

Identitaetsbasierte Verschluesselung (IBE) erlaubt es dem Sender, direkt fuer die Identitaetszeichenkette des Empfaengers - etwa alice@example.com - zu verschluesseln, ohne zuvor ein Zertifikat zu beziehen. Eine vertrauenswuerdige Stelle, der Private Key Generator (PKG), haelt einen Master-Secret, veroeffentlicht oeffentliche Master-Parameter und leitet auf Anfrage den privaten Schluessel aus der Identitaet ab. Das erste praktische IBE war Boneh-Franklin (2001) auf Basis bilinearer Pairings; spaeter kamen Sakai-Kasahara und Cocks dazu. IBE erspart das X.509-Zertifikatsmanagement, fuehrt aber zu inhaerenter Schluessel-Hinterlegung, da der PKG alles entschluesseln kann. IETF RFC 5091 standardisiert IBE; eingesetzt in MIKEY-SAKKE fuer britische/EU-Behoerden-Sprachsicherheit, als S/MIME-Alternative, fuer IoT-Schluessel-Bootstrapping und als Vorstufe attribut- und funktionsbasierter Verschluesselung.

Wie schützt man sich gegen Identitaetsbasierte Verschluesselung?

Schutzmaßnahmen gegen Identitaetsbasierte Verschluesselung kombinieren typischerweise technische Kontrollen und operative Praktiken, wie in der Definition oben beschrieben.

Welche anderen Bezeichnungen gibt es für Identitaetsbasierte Verschluesselung?

Übliche alternative Bezeichnungen: IBE, Boneh-Franklin-IBE, Identitaetsbasierte Kryptografie.

Verwandte Begriffe