Identitaetsbasierte Verschluesselung
Was ist Identitaetsbasierte Verschluesselung?
Identitaetsbasierte VerschluesselungPublic-Key-Verschluesselung, bei der eine beliebige Kennung (E-Mail, Telefon) als oeffentlicher Schluessel dient und ein Private Key Generator die privaten Schluessel ausstellt (Boneh/Franklin 2001).
Identitaetsbasierte Verschluesselung (IBE) erlaubt es dem Sender, direkt fuer die Identitaetszeichenkette des Empfaengers - etwa alice@example.com - zu verschluesseln, ohne zuvor ein Zertifikat zu beziehen. Eine vertrauenswuerdige Stelle, der Private Key Generator (PKG), haelt einen Master-Secret, veroeffentlicht oeffentliche Master-Parameter und leitet auf Anfrage den privaten Schluessel aus der Identitaet ab. Das erste praktische IBE war Boneh-Franklin (2001) auf Basis bilinearer Pairings; spaeter kamen Sakai-Kasahara und Cocks dazu. IBE erspart das X.509-Zertifikatsmanagement, fuehrt aber zu inhaerenter Schluessel-Hinterlegung, da der PKG alles entschluesseln kann. IETF RFC 5091 standardisiert IBE; eingesetzt in MIKEY-SAKKE fuer britische/EU-Behoerden-Sprachsicherheit, als S/MIME-Alternative, fuer IoT-Schluessel-Bootstrapping und als Vorstufe attribut- und funktionsbasierter Verschluesselung.
● Beispiele
- 01
Das in der britischen Regierung genutzte MIKEY-SAKKE basiert auf IBE.
- 02
Voltage SecureMail nutzt Boneh-Franklin-IBE, um direkt an E-Mail-Adressen zu verschluesseln.
● Häufige Fragen
Was ist Identitaetsbasierte Verschluesselung?
Public-Key-Verschluesselung, bei der eine beliebige Kennung (E-Mail, Telefon) als oeffentlicher Schluessel dient und ein Private Key Generator die privaten Schluessel ausstellt (Boneh/Franklin 2001). Es gehört zur Kategorie Kryptografie der Cybersicherheit.
Was bedeutet Identitaetsbasierte Verschluesselung?
Public-Key-Verschluesselung, bei der eine beliebige Kennung (E-Mail, Telefon) als oeffentlicher Schluessel dient und ein Private Key Generator die privaten Schluessel ausstellt (Boneh/Franklin 2001).
Wie funktioniert Identitaetsbasierte Verschluesselung?
Identitaetsbasierte Verschluesselung (IBE) erlaubt es dem Sender, direkt fuer die Identitaetszeichenkette des Empfaengers - etwa alice@example.com - zu verschluesseln, ohne zuvor ein Zertifikat zu beziehen. Eine vertrauenswuerdige Stelle, der Private Key Generator (PKG), haelt einen Master-Secret, veroeffentlicht oeffentliche Master-Parameter und leitet auf Anfrage den privaten Schluessel aus der Identitaet ab. Das erste praktische IBE war Boneh-Franklin (2001) auf Basis bilinearer Pairings; spaeter kamen Sakai-Kasahara und Cocks dazu. IBE erspart das X.509-Zertifikatsmanagement, fuehrt aber zu inhaerenter Schluessel-Hinterlegung, da der PKG alles entschluesseln kann. IETF RFC 5091 standardisiert IBE; eingesetzt in MIKEY-SAKKE fuer britische/EU-Behoerden-Sprachsicherheit, als S/MIME-Alternative, fuer IoT-Schluessel-Bootstrapping und als Vorstufe attribut- und funktionsbasierter Verschluesselung.
Wie schützt man sich gegen Identitaetsbasierte Verschluesselung?
Schutzmaßnahmen gegen Identitaetsbasierte Verschluesselung kombinieren typischerweise technische Kontrollen und operative Praktiken, wie in der Definition oben beschrieben.
Welche anderen Bezeichnungen gibt es für Identitaetsbasierte Verschluesselung?
Übliche alternative Bezeichnungen: IBE, Boneh-Franklin-IBE, Identitaetsbasierte Kryptografie.
● Verwandte Begriffe
- cryptography№ 075
Attribut-basierte Verschluesselung
Public-Key-Verschluesselung (Sahai/Waters 2005), bei der Chiffre und Schluessel an Attribute und Policies gebunden sind; Entschluesselung gelingt nur, wenn die Policy erfuellt ist.
- cryptography№ 871
Proxy-Re-Encryption
Kryptografische Technik, mit der ein semi-vertrauenswuerdiger Proxy ein unter Alices Schluessel verschluesseltes Chiffrat in eines fuer Bob umwandelt, ohne den Klartext zu sehen.
- cryptography№ 879
Public-Key-Kryptographie
Zweig der Kryptographie, der mit Paaren aus öffentlichem und privatem Schlüssel Verschlüsselung, Schlüsseltausch, digitale Signaturen und Authentifizierung ohne vorab geteiltes Geheimnis ermöglicht.
- cryptography№ 588
Schluesselverwaltungssystem
Ein zentraler Dienst, der kryptografische Schluessel im Auftrag von Anwendungen erzeugt, speichert, rotiert und auditiert, in der Regel mit HSMs als Sicherheitsanker.
- cryptography№ 109
BLS-Signatur
Kurze pairingbasierte Signatur von Boneh, Lynn und Shacham (2001); deterministische Einzelsignaturen und effiziente Aggregation vieler Signierer.