CyberGlossary

Schwachstellen

Zero-Day-Schwachstelle

Auch bekannt als: 0-Day-Schwachstelle

Definition

Eine Sicherheitslücke, die dem Hersteller zum Zeitpunkt ihrer Entdeckung oder Ausnutzung unbekannt ist oder für die noch kein Patch existiert.

Die Zero-Day-Schwachstelle trägt ihren Namen, weil Verteidigern bei ihrem Auftauchen „null Tage" zur Vorbereitung eines Fixes zur Verfügung standen. Solche Lücken sind hochbegehrt: Regierungen, Broker und kriminelle Gruppen zahlen erhebliche Summen für funktionierende Exploits, und APT-Akteure nutzen sie regelmäßig für verdeckte Einbrüche. Die Verteidigung stützt sich auf gestaffelte Kontrollen – Exploit-Mitigationen (ASLR, CFG, Sandboxing), verhaltensbasierte EDR/XDR-Erkennung, Netzwerksegmentierung, virtuelle Patches via WAF/IPS und schnelle koordinierte Offenlegung. Veröffentlicht der Hersteller einen Fix, wird die Lücke zur N-Day-Schwachstelle.

Beispiele

  • Stuxnet nutzte mehrere Windows-Zero-Days gegen iranische Zentrifugen.
  • CVE-2023-23397: Outlook-NTLM-Zero-Day, ausgenutzt von der mit Russland verbundenen Gruppe APT28.

Verwandte Begriffe