CyberGlossary

Schwachstellen

Zero-Day-Exploit

Auch bekannt als: 0-Day-Exploit

Definition

Funktionierender Exploit-Code für eine dem Hersteller noch unbekannte oder ungepatchte Schwachstelle – für Angreifer extrem wertvoll.

Ein Zero-Day-Exploit waffenfähig macht eine Zero-Day-Schwachstelle, bevor offizielle Gegenmaßnahmen existieren. Da es weder Patch noch Signatur noch oft öffentliche Details gibt, können selbst gut instrumentierte Organisationen blind sein. Solche Exploits werden intensiv gehandelt: Staatsakteure, Broker (Zerodium, Crowdfense) und kommerzielle Spyware-Anbieter zahlen Millionen für vollständige Ketten gegen moderne Smartphones oder Browser. Erkennung stützt sich auf Verhaltensanalysen (EDR/XDR), Exploit-Mitigations (CET, ARM PAC, Sandboxing), Application Allow-Listing und strikt minimale Privilegien, damit ein erfolgreicher Exploit nur begrenzte Wirkung entfaltet.

Beispiele

  • Pegasus-Spyware mit iOS-Zero-Click-Zero-Day-Exploits.
  • Operation Aurora (2009): Internet-Explorer-Zero-Day-Kette gegen Google und andere.

Verwandte Begriffe