CyberGlossary

Schwachstellen

Vertikale Privilegieneskalation

Auch bekannt als: Vertikale EoP

Definition

Schwachstelle, durch die ein Benutzer mit geringen Rechten Rechte einer höheren Rolle erhält — typischerweise Administrator, Root oder SYSTEM.

Vertikale Eskalation überschreitet eine Vertrauensgrenze: Ein Angreifer mit einem normalen Konto oder Sandbox-Prozess erlangt die Rechte einer mächtigeren Rolle. Bei Betriebssystemen entsteht sie häufig durch Kernel- oder Treiberfehler, Missbrauch von setuid/sudo oder Token-Impersonation. In Webanwendungen tritt sie auf, wenn Standardnutzer administrative Endpunkte aufrufen können, weil Rollenprüfungen fehlen oder clientseitig sind. Folgen sind gravierend: vollständige Host-Übernahme, Tenant-Takeover oder unbeschränkter Datenzugriff. Schutz: Least Privilege, serverseitige Autorisierung jeder sensiblen Aktion, Kernel-Härtung, regelmäßige Patches.

Beispiele

  • Windows-Treiberfehler, der einem Standardnutzer Codeausführung als SYSTEM ermöglicht.
  • /admin-API, die die Rolle des Aufrufers nicht prüft und so das Anlegen weiterer Admins erlaubt.

Verwandte Begriffe