CyberGlossary

Schwachstellen

Horizontale Privilegieneskalation

Auch bekannt als: Horizontale EoP, Kontoübergreifender Zugriff

Definition

Schwachstelle, mit der ein Benutzer auf Ressourcen oder Aktionen eines anderen Benutzers gleicher Rechtsebene zugreifen kann, ohne höhere Rechte zu erlangen.

Bei horizontaler Eskalation bleibt der Angreifer auf derselben Vertrauensebene, durchbricht aber die Isolation zwischen Konten oder Mandanten: Konto A liest, ändert oder imitiert Konto B. Häufigste Ursache ist Broken Access Control — APIs, die clientseitige Identifier (User-IDs, Kontonummern, Dokumenten-GUIDs) ohne serverseitige Eigentumsprüfung verwenden. IDOR, vorhersagbare Identifier, fehlendes Mandanten-Scoping und Session-Fixation sind typische Wurzeln. Folgen reichen von Datenabfluss bis Betrug, besonders kritisch bei multimandantenfähigem SaaS. Schutz: Autorisierung jeder Objektreferenz, Eingrenzung von Abfragen auf aktuellen Nutzer/Mandanten, unraterbare Identifier, automatisierte Tests gegen kontoübergreifenden Zugriff.

Beispiele

  • Ändern der userId in /api/users/123/profile, um das Profil eines anderen Nutzers anzusehen.
  • Multimandanten-Bug, durch den Mandant A Bestellungen von Mandant B abfragt.

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