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Vol. 1 · Ed. 2026
CyberGlossary
Entry № 1174

TRITON / TRISIS

Was ist TRITON / TRISIS?

TRITON / TRISIS2017 entdeckte Schadsoftware gegen Triconex-Sicherheits­steuerungen von Schneider in einer saudischen Petrochemie­anlage; einem russlandnahen Akteur zugeordnet.


TRITON (auch TRISIS oder HatMan genannt) ist die erste öffentlich bekannt gewordene Schadsoftware, die speziell auf ein sicherheitsgerichtetes System (SIS) zielte. 2017 wurde sie auf Engineering-Workstations einer saudischen Petrochemie­anlage gefunden, wo sie über das proprietäre TriStation-Protokoll mit Triconex-SIS-Controllern von Schneider Electric kommunizierte. Die Angreifer luden ein eigens entwickeltes Payload ("inject.bin") in die SIS-Firmware, um entweder die Sicherheitslogik zu manipulieren oder einen unsicheren Zustand auszulösen; eine Logik-Inkonsistenz veranlasste die Controller zum Notabschalten und legte die Kampagne offen. US-Behörden ordnen TRITON öffentlich dem russischen Staats­forschungs­institut TsNIIKhM zu. Der Vorfall führte zur strikteren Trennung von SIS und BPCS und zur Einführung SIS-spezifischer Intrusion Detection.

Beispiele

  1. 01

    Upload eines schädlichen Payloads via TriStation-Protokoll auf Triconex-MP3008-Controller.

  2. 02

    Umprogrammierung der SIS-Logik, damit ein unsicherer Zustand die Anlage nicht mehr abschaltet.

Häufige Fragen

Was ist TRITON / TRISIS?

2017 entdeckte Schadsoftware gegen Triconex-Sicherheits­steuerungen von Schneider in einer saudischen Petrochemie­anlage; einem russlandnahen Akteur zugeordnet. Es gehört zur Kategorie OT / ICS / IoT der Cybersicherheit.

Was bedeutet TRITON / TRISIS?

2017 entdeckte Schadsoftware gegen Triconex-Sicherheits­steuerungen von Schneider in einer saudischen Petrochemie­anlage; einem russlandnahen Akteur zugeordnet.

Wie funktioniert TRITON / TRISIS?

TRITON (auch TRISIS oder HatMan genannt) ist die erste öffentlich bekannt gewordene Schadsoftware, die speziell auf ein sicherheitsgerichtetes System (SIS) zielte. 2017 wurde sie auf Engineering-Workstations einer saudischen Petrochemie­anlage gefunden, wo sie über das proprietäre TriStation-Protokoll mit Triconex-SIS-Controllern von Schneider Electric kommunizierte. Die Angreifer luden ein eigens entwickeltes Payload ("inject.bin") in die SIS-Firmware, um entweder die Sicherheitslogik zu manipulieren oder einen unsicheren Zustand auszulösen; eine Logik-Inkonsistenz veranlasste die Controller zum Notabschalten und legte die Kampagne offen. US-Behörden ordnen TRITON öffentlich dem russischen Staats­forschungs­institut TsNIIKhM zu. Der Vorfall führte zur strikteren Trennung von SIS und BPCS und zur Einführung SIS-spezifischer Intrusion Detection.

Wie schützt man sich gegen TRITON / TRISIS?

Schutzmaßnahmen gegen TRITON / TRISIS kombinieren typischerweise technische Kontrollen und operative Praktiken, wie in der Definition oben beschrieben.

Welche anderen Bezeichnungen gibt es für TRITON / TRISIS?

Übliche alternative Bezeichnungen: TRITON, TRISIS, HatMan.

Verwandte Begriffe

Siehe auch