Kryptografie
Symmetrische Verschlüsselung
Auch bekannt als: Geheimschlüssel-Verschlüsselung, Shared-Key-Verschlüsselung
Definition
Verschlüsselungsverfahren, bei dem derselbe geheime Schlüssel zum Ver- und Entschlüsseln dient – schnell und stark, sofern der Schlüssel sicher geteilt wird.
Beispiele
- TLS 1.3 verwendet AES-GCM oder ChaCha20-Poly1305 zur symmetrischen Verschlüsselung der Records.
- Festplattenverschlüsselung (BitLocker, LUKS) basiert auf symmetrischen Chiffren.
Verwandte Begriffe
Verschlüsselung
Kryptographische Umwandlung von Klartext in Geheimtext mittels Algorithmus und Schlüssel, sodass nur autorisierte Parteien die Originaldaten zurückgewinnen können.
AES (Advanced Encryption Standard)
NIST-standardisierte 128-Bit-Blockchiffre mit Schlüssellängen von 128, 192 oder 256 Bit, entworfen von Daemen und Rijmen und weltweit die dominierende symmetrische Chiffre.
Blockchiffre
Symmetrische Chiffre, die feste Klartextblöcke mit einem geheimen Schlüssel verschlüsselt; sie wird mit einem Betriebsmodus kombiniert, um Daten beliebiger Länge zu verarbeiten.
Stromchiffre
Symmetrische Chiffre, die Daten Bit- oder Byte-weise mit einem aus Schlüssel und Nonce abgeleiteten pseudozufälligen Schlüsselstrom per XOR verknüpft.
Asymmetrische Verschlüsselung
Verfahren, das mathematisch verbundene Schlüsselpaare nutzt – öffentlicher Schlüssel zum Verschlüsseln, privater zum Entschlüsseln – und so sichere Kommunikation ohne vorab geteiltes Geheimnis ermöglicht.
Sitzungsschlüssel
Kurzlebiger symmetrischer Schlüssel, der eine einzelne Kommunikationssitzung schützt und danach verworfen wird.