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Kryptografie

Symmetrische Verschlüsselung

Auch bekannt als: Geheimschlüssel-Verschlüsselung, Shared-Key-Verschlüsselung

Definition

Verschlüsselungsverfahren, bei dem derselbe geheime Schlüssel zum Ver- und Entschlüsseln dient – schnell und stark, sofern der Schlüssel sicher geteilt wird.

Symmetrische Verschlüsselung – auch Secret-Key- oder Shared-Key-Kryptographie genannt – verwendet einen einzigen, allen Beteiligten bekannten Schlüssel sowohl zur Verschlüsselung als auch zur Entschlüsselung. Es gibt zwei Hauptklassen: Blockchiffren (AES, 3DES, Blowfish), die auf Blöcken fester Länge arbeiten, und Stromchiffren (ChaCha20, Salsa20), die einen Schlüsselstrom erzeugen und per XOR mit dem Klartext verknüpfen. AES-128 und AES-256 in authentifizierten Modi wie GCM oder OCB sind der heutige Standard – schnell (oft per AES-NI hardwarebeschleunigt) und sicher. Schwachpunkt ist die Schlüsselverteilung: Jedes Paar muss ein Geheimnis teilen, was Protokolle wie TLS mit asymmetrischem Schlüsselaustausch (z. B. Diffie–Hellman) lösen.

Beispiele

  • TLS 1.3 verwendet AES-GCM oder ChaCha20-Poly1305 zur symmetrischen Verschlüsselung der Records.
  • Festplattenverschlüsselung (BitLocker, LUKS) basiert auf symmetrischen Chiffren.

Verwandte Begriffe