CyberGlossary

Kryptografie

AES (Advanced Encryption Standard)

Auch bekannt als: Rijndael

Definition

NIST-standardisierte 128-Bit-Blockchiffre mit Schlüssellängen von 128, 192 oder 256 Bit, entworfen von Daemen und Rijmen und weltweit die dominierende symmetrische Chiffre.

AES ist eine symmetrische Blockchiffre, die NIST 2001 in FIPS 197 standardisiert hat, nachdem Vincent Rijmens und Joan Daemens Rijndael-Entwurf einen offenen Wettbewerb zur DES-Ablösung gewonnen hatte. Sie verschlüsselt 128-Bit-Blöcke mit 128-, 192- oder 256-Bit-Schlüsseln in 10, 12 bzw. 14 Runden aus Substitution, Permutation, Mischen und Schlüsseladdition. Eingesetzt wird AES entweder in reinen Vertraulichkeitsmodi (CTR, CBC) oder – bevorzugt – in authentifizierten Modi wie AES-GCM, AES-CCM oder AES-GCM-SIV, die zusätzlich Integrität liefern. Nach mehr als zwei Jahrzehnten öffentlicher Kryptanalyse senkt kein praktischer Angriff die effektive Sicherheit unter Brute Force; AES ist breit hardwarebeschleunigt (AES-NI, ARMv8) und gilt als moderner Goldstandard symmetrischer Verschlüsselung.

Beispiele

  • TLS 1.3 nutzt AES-128-GCM und AES-256-GCM als Hauptchiffren.
  • BitLocker und LUKS verschlüsseln Datenträger mit AES im XTS- oder CBC-Modus.

Verwandte Begriffe