CyberGlossary

Identität und Zugriff

Dienstkonto

Auch bekannt als: Non-Human Identity, Applikationskonto

Definition

Eine nichtmenschliche Identität, die eine Anwendung, ein Skript oder ein Dienst zur Authentifizierung gegenüber anderen Systemen nutzt, üblicherweise ohne interaktive Anmeldung.

Ein Dienstkonto repräsentiert einen Workload statt einer Person. Es wird für Backend-Prozesse bereitgestellt, die Datenbanken, APIs, Messaging-Queues oder Betriebssystemdienste ansprechen müssen — etwa einen Backup-Job, einen Kubernetes-Pod oder einen SaaS-Connector. Dienstkonten halten oft langlebige Geheimnisse (Passwörter, API-Schlüssel, Zertifikate) und weitreichende Rechte, weshalb sie bei schlechter Pflege zu beliebten Zielen für laterale Bewegungen werden. Best Practices sind Vault-Speicherung, automatische Rotation, eingegrenzte Rechte nach Least Privilege, Workload-Identity-Federation in der Cloud (kurzlebige Credentials), Audit-Logs und der Ersatz statischer Schlüssel durch OIDC- oder mTLS-Authentifizierung.

Beispiele

  • Ein Kubernetes-ServiceAccount, mit dem ein Pod die Cluster-API mit begrenzten RBAC-Rechten aufruft.
  • Eine Azure Managed Identity, mit der eine VM auf Key Vault zugreift, ohne Secrets zu speichern.

Verwandte Begriffe