CyberGlossary

Identität und Zugriff

Identitäts- und Zugriffsverwaltung (IAM)

Auch bekannt als: IAM, Identitätsmanagement

Definition

Disziplin und Technologiebündel zur Definition digitaler Identitäten und zur Steuerung, welche Identität unter welchen Bedingungen auf welche Ressourcen zugreifen darf.

Identity and Access Management (IAM) ist das Rahmenwerk aus Richtlinien, Prozessen und Werkzeugen, mit dem eine Organisation den Lebenszyklus menschlicher und maschineller Identitäten verwaltet und deren Zugriff auf Anwendungen, Daten und Infrastrukturen steuert. Zentrale Funktionen sind Provisionierung und Deprovisionierung, Authentifizierung, Autorisierung, Single Sign-On, Multi-Faktor-Authentifizierung, Rollen- und Berechtigungsmanagement sowie Audit-Logging. IAM bildet die Grundlage von Zero-Trust-Architekturen, da jede Zugriffsentscheidung auf einer verifizierten Identität und ihren Attributen beruht. Schwaches IAM ist eine häufige Ursache von Sicherheitsvorfällen: verwaiste Konten, überhöhte Privilegien und ungepflegte Dienstkonten werden regelmäßig ausgenutzt.

Beispiele

  • Okta, Microsoft Entra ID und Ping Identity als unternehmensweite IAM-Plattformen.
  • Joiner-Mover-Leaver-Workflows zur automatischen Vergabe und Entziehung von Zugriffen.

Verwandte Begriffe