Schadsoftware
Speicherresidenter Virus
Auch bekannt als: Memory-resident Virus
Definition
Ein Virus, der sich im Speicher einnistet, um dauerhaft zu laufen und Dateien oder Prozesse zu infizieren, lange nachdem das ursprüngliche Wirtsprogramm beendet wurde.
Beispiele
- Randex und CMJ, klassische speicherresidente DOS-Viren.
- Magistr und Funlove, die Windows-APIs hakten, um ausführbare Dateien beim Zugriff zu infizieren.
Verwandte Begriffe
Computervirus
Schadcode, der Kopien von sich in andere Programme oder Dateien einfügt und mit dem Start des Wirts ausgeführt wird.
Nicht-resident Virus
Ein Virus, der nach der Ausführung nicht im Speicher verbleibt; er sucht und infiziert Zieldateien nur während der Laufzeit des Wirtsprogramms und beendet sich danach.
Tarn-Malware (Stealth)
Schadsoftware, die gezielt mit Versteck-, Mimikry- und Anti-Analyse-Techniken konstruiert ist, um Nutzer, Sicherheitswerkzeuge und Forensiker zu täuschen.
Polymorphe Malware
Schadsoftware, die ihr Aussehen auf der Festplatte bei jeder Infektion verändert — meist durch erneute Verschlüsselung oder Packen — bei gleichbleibender Kernlogik.
Dateilose Malware
Schadsoftware, die hauptsächlich im Arbeitsspeicher läuft und vertrauenswürdige Systemwerkzeuge nutzt, ohne klassische ausführbare Dateien auf der Festplatte.
Rootkit
Tarn-Malware, die einem Angreifer privilegierten Zugriff auf ein Betriebssystem oder Gerät gewährt und ihn vor üblichen Werkzeugen versteckt.