CyberGlossary

Angriffe und Bedrohungen

Replay-Angriff

Auch bekannt als: Wiedereinspielen

Definition

Angriff, der legitimen Netzwerkverkehr – meist Authentifizierungstoken oder Transaktionen – aufzeichnet und später erneut sendet, um den ursprünglichen Sender zu imitieren.

Bei einem Replay-Angriff zeichnet die Angreiferin einen gültigen Protokollaustausch auf (z. B. Session-Cookie, Kerberos-Ticket, signierter API-Request, Funkframe) und sendet ihn später erneut. Fehlen dem Protokoll Frische-Garantien, kann der Server eine wiederholte Nachricht nicht von einer frischen unterscheiden. Replay ist Basis für Pass-the-Hash, Pass-the-Ticket, Transaktionsmanipulation und viele IoT-/Automotive-Angriffe. Schutz: Frische-Primitive wie Nonces und Challenge-Response, monoton steigende Sequenznummern, kurzlebige signierte Tokens, kanalgebundene MFA, TLS mit Anti-Replay, gegenseitige Authentifizierung und Sperrlisten.

Beispiele

  • Erneutes Einspielen eines erbeuteten Kerberos-Tickets oder NTLMv1-Hashes, um sich als Originalnutzer auszugeben.
  • Replay einer aufgezeichneten Autoschlüsselfunkkommunikation an Systemen ohne Rolling Code.

Verwandte Begriffe