CyberGlossary

Netzwerksicherheit

Intrusion Detection System (IDS)

Auch bekannt als: IDS

Definition

Eine passive Sicherheitskomponente, die Netzwerk- oder Host-Aktivität auf böswilliges Verhalten überwacht und Alarme auslöst, ohne Verkehr zu blockieren.

Ein Intrusion Detection System (IDS) inspiziert Verkehr, Logs oder Systemaufrufe und erzeugt Alarme, wenn es Aktivität entdeckt, die zu bekannten Signaturen, statistischen Anomalien oder Policy-Verletzungen passt. IDS werden netzwerkbasiert (NIDS) an SPAN/TAP-Ports oder hostbasiert (HIDS) auf Endpunkten betrieben und leiten Alarme meist an ein SIEM zur Korrelation, Triage und Incident-Response weiter. Da ein IDS nur erkennt und nicht blockiert, lässt es sich ohne Risiko für die Verfügbarkeit einsetzen und eignet sich gut für sensible Hochdurchsatz-Umgebungen. Effektivität erfordert sorgfältiges Tuning, aktuelle Signatur-Feeds, Threat-Intel-Anreicherung und einen reifen Analyst-Workflow.

Beispiele

  • Suricata an einem SPAN-Port alarmiert auf ein Log4Shell-Ausnutzungsmuster.
  • OSSEC auf einem Linux-Host erkennt Änderungen an /etc/passwd und sendet einen Alarm ans SIEM.

Verwandte Begriffe