CyberGlossary

Netzwerksicherheit

Host-basiertes IDS (HIDS)

Auch bekannt als: HIDS

Definition

Ein auf einem Server oder Endpunkt installierter Agent, der lokale Dateien, Prozesse, Logs und Systemaufrufe auf bösartige Aktivität überwacht.

Ein Host-basiertes Intrusion Detection System (HIDS) läuft als Agent im Betriebssystem und beobachtet lokale Artefakte — Dateiintegrität, Registrierungsänderungen, Prozesserstellung, Systemaufrufe, Authentifizierungsereignisse und Logs —, um Eindringversuche zu erkennen, die niemals über das Netzwerk laufen müssen. Klassische Vertreter sind OSSEC, Wazuh, Tripwire und AIDE; moderne EDR/XDR-Produkte erweitern HIDS um umfangreiche Telemetrie, Verhaltensanalysen und Response-Funktionen. HIDS sieht, was NIDS nicht sieht: Aktionen auf dem Host selbst, lokale verschlüsselte Aktivität und Nach-Kompromittierungs-Verhalten. Grenzen sind Agent-Verwaltung, Performance auf stark belasteten Servern und Manipulationsgefahr bei Vollkompromittierung — sichere Log-Auslagerung ist deshalb essenziell.

Beispiele

  • Der Wazuh-Agent alarmiert auf einen verdächtigen Cronjob unter /etc/cron.d.
  • OSSEC erkennt eine geänderte Checksumme einer kritischen Binärdatei in /usr/bin.

Verwandte Begriffe