Kryptografie
Initialisierungsvektor (IV)
Auch bekannt als: IV, Chiffre-IV
Definition
Zufälliger Startwert eines Blockchiffren-Betriebsmodus, der sicherstellt, dass gleiche Klartexte unter demselben Schlüssel unterschiedliche Chiffretexte ergeben.
Beispiele
- Eine AES-CBC-Implementierung stellt jedem Chiffretext einen 16-Byte-Zufalls-IV voran.
- AES-GCM nutzt einen 96-Bit-IV, der pro (Schlüssel, Nachricht)-Paar eindeutig sein muss.
Verwandte Begriffe
Nonce
Einmalig zu verwendender Eingabewert in einem kryptografischen Algorithmus, der Frische garantiert und Replay-Angriffe sowie Schlüssel-/IV-Wiederverwendung verhindert.
Symmetrische Verschlüsselung
Verschlüsselungsverfahren, bei dem derselbe geheime Schlüssel zum Ver- und Entschlüsseln dient – schnell und stark, sofern der Schlüssel sicher geteilt wird.
AES (Advanced Encryption Standard)
NIST-standardisierte 128-Bit-Blockchiffre mit Schlüssellängen von 128, 192 oder 256 Bit, entworfen von Daemen und Rijmen und weltweit die dominierende symmetrische Chiffre.
Blockchiffre
Symmetrische Chiffre, die feste Klartextblöcke mit einem geheimen Schlüssel verschlüsselt; sie wird mit einem Betriebsmodus kombiniert, um Daten beliebiger Länge zu verarbeiten.
Stromchiffre
Symmetrische Chiffre, die Daten Bit- oder Byte-weise mit einem aus Schlüssel und Nonce abgeleiteten pseudozufälligen Schlüsselstrom per XOR verknüpft.
TLS (Transport Layer Security)
TLS (Transport Layer Security) — definition coming soon.