CyberGlossary

Angriffe und Bedrohungen

ARP-Spoofing

Auch bekannt als: ARP-Poisoning

Definition

Angriff im lokalen Netz, der gefälschte ARP-Nachrichten verschickt, um die MAC-Adresse des Angreifers an die IP eines anderen Hosts zu binden und Datenverkehr umzuleiten.

ARP-Spoofing – auch ARP-Poisoning genannt – nutzt aus, dass das Address Resolution Protocol in IPv4-LANs keine Authentifizierung bietet. Der Angreifer sendet ungebetene ARP-Antworten, in denen er sich als Inhaber einer Ziel-IP (oft des Standardgateways) ausgibt; die Opfer aktualisieren daraufhin ihre ARP-Tabelle. Anschließend läuft der gesamte Verkehr zu dieser IP über den Angreifer, was Sniffing, Session-Hijacking, SSL-Stripping oder selektives DoS ermöglicht. Schutzmaßnahmen sind Dynamic ARP Inspection auf managed Switches, DHCP-Snooping, statische ARP-Einträge, Port Security und Ende-zu-Ende-Verschlüsselung.

Beispiele

  • Angreifer im Firmen-WLAN leitet den Laptop-Verkehr über sein Gerät, um Zugangsdaten abzugreifen.
  • Einsatz von Ettercap oder arpspoof für einen MITM-Angriff auf ein unverschlüsseltes Protokoll.

Verwandte Begriffe