Restrisiko
Was ist Restrisiko?
RestrisikoDas Risiko, das nach der Umsetzung geplanter Kontrollen und Behandlungsmaßnahmen verbleibt und das die Organisation akzeptieren, übertragen oder weiter behandeln muss.
Das Restrisiko ist der Anteil des inhärenten Risikos, der nach Wirkung bestehender oder geplanter Kontrollen verbleibt. Es ist die entscheidende Kennzahl, denn Kontrollen sind nie perfekt und Bedrohungen verändern sich. Organisationen vergleichen das Restrisiko mit Risikoappetit und -toleranz: Alles, was darüber liegt, muss weiter behandelt, eskaliert oder mit dokumentierter Begründung und Eigentümer formal akzeptiert werden. Es wird im Risikoregister geführt und regelmäßig überprüft, besonders bei Kontrollversagen, neuen Bedrohungen oder neuen Abhängigkeiten. Vorstände und Aufsichtsbehörden fordern zunehmend ein explizites Restrisiko-Reporting als Nachweis informierter Entscheidungen.
● Beispiele
- 01
Restrisiko eines Phishing-Vorfalls nach Einführung von MFA, Schulungen und E-Mail-Filterung.
- 02
Dokumentierte Akzeptanz des Restrisikos eines Legacy-Systems vor seiner Außerbetriebnahme.
● Häufige Fragen
Was ist Restrisiko?
Das Risiko, das nach der Umsetzung geplanter Kontrollen und Behandlungsmaßnahmen verbleibt und das die Organisation akzeptieren, übertragen oder weiter behandeln muss. Es gehört zur Kategorie Compliance und Frameworks der Cybersicherheit.
Was bedeutet Restrisiko?
Das Risiko, das nach der Umsetzung geplanter Kontrollen und Behandlungsmaßnahmen verbleibt und das die Organisation akzeptieren, übertragen oder weiter behandeln muss.
Wie funktioniert Restrisiko?
Das Restrisiko ist der Anteil des inhärenten Risikos, der nach Wirkung bestehender oder geplanter Kontrollen verbleibt. Es ist die entscheidende Kennzahl, denn Kontrollen sind nie perfekt und Bedrohungen verändern sich. Organisationen vergleichen das Restrisiko mit Risikoappetit und -toleranz: Alles, was darüber liegt, muss weiter behandelt, eskaliert oder mit dokumentierter Begründung und Eigentümer formal akzeptiert werden. Es wird im Risikoregister geführt und regelmäßig überprüft, besonders bei Kontrollversagen, neuen Bedrohungen oder neuen Abhängigkeiten. Vorstände und Aufsichtsbehörden fordern zunehmend ein explizites Restrisiko-Reporting als Nachweis informierter Entscheidungen.
Wie schützt man sich gegen Restrisiko?
Schutzmaßnahmen gegen Restrisiko kombinieren typischerweise technische Kontrollen und operative Praktiken, wie in der Definition oben beschrieben.
Welche anderen Bezeichnungen gibt es für Restrisiko?
Übliche alternative Bezeichnungen: Nettorisiko, Risiko nach Kontrollen.
● Verwandte Begriffe
- compliance№ 534
Inhärentes Risiko
Risikoniveau einer Aktivität oder eines Werts vor Anwendung jeglicher Kontrollen oder Mitigationen; es spiegelt die unmittelbare Exposition gegenüber Bedrohungen wider.
- compliance№ 939
Risikobehandlung
Entscheidung und Maßnahmen zur Veränderung eines Risikos, typischerweise durch Akzeptieren, Mindern, Übertragen oder Vermeiden, auf Basis der Risikokriterien der Organisation.
- compliance№ 936
Risikomanagement
Der koordinierte Prozess zur Identifikation, Analyse, Bewertung, Behandlung, Überwachung und Kommunikation von Risiken, um sie innerhalb der von der Organisation definierten Toleranz zu halten.
- compliance№ 934
Risikoappetit
Gesamtmenge und Art des Risikos, das eine Organisation zur Verfolgung ihrer strategischen Ziele anzunehmen oder einzugehen bereit ist, festgelegt durch Vorstand und obere Führung.
- compliance№ 937
Risikoregister
Lebendiges Verzeichnis identifizierter Risiken mit Beschreibung, Eigentümer, Bewertungen, Behandlung und Status, mit dem die Risikoexposition der Organisation im Zeitverlauf nachgehalten wird.
- compliance№ 733
NIST Risk Management Framework
Siebenstufiger NIST-Prozess gemäß SP 800-37 zur Integration von Sicherheits-, Datenschutz- und Lieferketten-Risikomanagement in den System-Lebenszyklus.
● Siehe auch
- № 938Risikotoleranz