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Vol. 1 · Ed. 2026
CyberGlossary
Entry № 268

Cross-Site-Scripting (XSS)

Geprüft vonCybersecurity entrepreneur & security researcher

Was ist Cross-Site-Scripting (XSS)?

Cross-Site-Scripting (XSS)Web-Schwachstelle, mit der Angreifer bösartige Skripte in Seiten injizieren, die andere Nutzer öffnen, sodass der Code im Browser des Opfers unter der Origin der Seite ausgeführt wird.


Cross-Site-Scripting (XSS) entsteht, wenn eine Webanwendung nicht vertrauenswürdige Eingaben ohne kontextbewusstes Escaping in ihren Antworten reflektiert oder speichert und so vom Angreifer kontrolliertem JavaScript erlaubt, im Browser des Opfers unter der Origin der Seite zu laufen – wobei es deren Cookies, DOM-Zugriff und Same-Origin-Privilegien erbt. Die drei Klassen sind reflektiertes XSS (Payload aus der Anfrage zurückgeworfen), gespeichertes XSS (Payload serverseitig persistiert, z. B. in einem Kommentar) und DOM-basiertes XSS (der Sink liegt im clientseitigen JavaScript, etwa innerHTML oder document.write).

Die klassische Demonstration der Reichweite von gespeichertem XSS ist der Samy-Wurm: Am 4. Oktober 2005 platzierte Samy Kamkar eine JavaScript-Payload in seinem MySpace-Profil, die ihn als Freund hinzufügte und sich in das Profil jedes Betrachters kopierte. Sie infizierte in unter 20 Stunden über eine Million Konten – der zu jener Zeit am schnellsten verbreitete Wurm – und führte zu einer Razzia des Secret Service und einem Schuldbekenntnis wegen einer Straftat. XSS bleibt ein fester Bestandteil der OWASP Top 10, eingegliedert in A03:2021 (Injection).

Die Verteidigung ist mehrschichtig: kontextbewusstes Output-Encoding (HTML, Attribut, JS, URL), eine strikte Content-Security-Policy mit Nonces oder Hashes, um Inline-Skripte zu blockieren, automatisches Escaping durch Frameworks (React, Angular), Trusted Types zur Absicherung gefährlicher DOM-Sinks sowie HttpOnly/SameSite-Cookies, um Session-Diebstahl zu begrenzen. Eingabevalidierung hilft, reicht aber für sich allein nicht aus.

flowchart LR
  A[Angreifer übermittelt Payload] --> W[Web-App speichert oder reflektiert Eingabe]
  W -->|Nicht escapte Ausgabe| V[Browser des Opfers rendert die Seite]
  V --> X[Angreifer-Skript läuft in der Origin der Seite]
  X --> S[Cookies/Session stehlen, Keylogging, Pivot]

Beispiele

  1. 01

    Eine gespeicherte XSS-Payload in einem Forenbeitrag stiehlt die Session-Cookies aller Leser des Threads.

  2. 02

    Ein reflektiertes XSS in einem Suchparameter führt JavaScript des Angreifers über einen präparierten Link aus.

Häufige Fragen

Was ist Cross-Site-Scripting (XSS)?

Web-Schwachstelle, mit der Angreifer bösartige Skripte in Seiten injizieren, die andere Nutzer öffnen, sodass der Code im Browser des Opfers unter der Origin der Seite ausgeführt wird. Es gehört zur Kategorie Angriffe und Bedrohungen der Cybersicherheit.

Was bedeutet Cross-Site-Scripting (XSS)?

Web-Schwachstelle, mit der Angreifer bösartige Skripte in Seiten injizieren, die andere Nutzer öffnen, sodass der Code im Browser des Opfers unter der Origin der Seite ausgeführt wird.

Wie schützt man sich gegen Cross-Site-Scripting (XSS)?

Schutzmaßnahmen gegen Cross-Site-Scripting (XSS) kombinieren typischerweise technische Kontrollen und operative Praktiken, wie in der Definition oben beschrieben.

Welche anderen Bezeichnungen gibt es für Cross-Site-Scripting (XSS)?

Übliche alternative Bezeichnungen: XSS.

Verwandte Begriffe

Siehe auch