CyberGlossary

Angriffe und Bedrohungen

Baiting

Auch bekannt als: USB-Drop-Angriff

Definition

Social-Engineering-Angriff, der das Opfer mit einem verlockenden physischen oder digitalen Köder zur Ausführung von Schadsoftware oder Preisgabe von Zugangsdaten verleitet.

Baiting nutzt Neugier oder Gier aus, indem etwas Attraktives angeboten wird — ein kostenloser Download, ein Raubkopie-Film oder ein bewusst platzierter USB-Stick mit der Aufschrift "Gehaltsabrechnung" — und beim Gebrauch heimlich Schadcode installiert oder Zugangsdaten abgreift. Der Köder kann physisch sein (USB-Sticks auf Parkplätzen) oder digital (falsche Cracks, bösartige Werbung, präparierte Torrents). Nach Ausführung kann die Payload Hintertüren installieren, Daten exfiltrieren oder ins Firmennetz pivotieren. Schutz bieten deaktiviertes USB-Autorun, EDR-Lösungen, die unbekannte Executables blockieren, Application-Allowlisting, Awareness-Training zum Umgang mit gefundenen Datenträgern und Segmentierung gegen Lateral Movement.

Beispiele

  • Ein Angreifer verteilt USB-Sticks mit der Aufschrift "Vertraulich – HR" auf dem Firmenparkplatz und hofft, dass Mitarbeitende sie anstecken.
  • Ein Download einer Raubkopie enthält einen Remote-Access-Trojaner, der bei der Installation gestartet wird.

Verwandte Begriffe