CyberGlossary

Forensik und Incident Response

Write Blocker

Auch bekannt als: Forensischer Write Blocker, Read-Only-Brücke

Definition

Hardware- oder Softwarewerkzeug, das nur Lesezugriff auf ein Speichergerät erlaubt und jede beweisverändernde Schreiboperation verhindert.

Write Blocker sind zentral für die forensische Sicherung: Sie garantieren, dass der Quelldatenträger, USB-Stick oder die Speicherkarte während der Imageerstellung bitgenau unverändert bleibt. Hardware-Blocker (Tableau, WiebeTech, CRU) werden zwischen Asservatendatenträger und Untersucher-Arbeitsstation geschaltet und stellen SATA-, NVMe-, USB-, SAS- oder M.2-Schnittstellen schreibgeschützt bereit. Software-Blocker (Linux blockdev, USBWriteBlocker, Windows-Registry-Policies) bieten vergleichbaren Schutz auf der Workstation. Das NIST-CFTT-Programm veröffentlicht Validierungsergebnisse. Der Einsatz ist nach ISO/IEC 27037 erforderlich, um die Beweisintegrität zu wahren.

Beispiele

  • Tableau-T8u-USB-3.0-Hardware-Blocker beim Imaging einer verdächtigen externen Platte.
  • Linux-Analyse-Workstation mit udev-Regeln und blockdev zur Vermeidung versehentlicher Schreibzugriffe.

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