CyberGlossary

Anwendungssicherheit

Sicherer Software-Entwicklungslebenszyklus (SSDLC)

Auch bekannt als: SSDLC, Sicherer Entwicklungslebenszyklus

Definition

Entwicklungslebenszyklus, in den Sicherheitsaktivitäten in jede Phase integriert sind – von Anforderungen und Design über Coding, Tests, Release bis zum Betrieb.

Ein SSDLC legt fest, wann und wie Sicherheitsarbeit in die Softwarelieferung eingebettet wird, anstatt sie als einmaliges Audit zu behandeln. Typische Phasen umfassen Sicherheitsanforderungen, Threat Modeling, Architektur-Reviews, Secure-Coding-Standards, Code-Reviews, SAST, SCA, DAST/IAST, Penetrationstests, Release-Gates und Laufzeit-Monitoring. Frameworks wie Microsoft SDL, OWASP SAMM und NIST SSDF beschreiben die Praktiken und Reifegrade. Der Nutzen ist eine planbare Risikoreduktion: Schwachstellen werden früh und günstig behoben, und Compliance-Nachweise entstehen als Nebenprodukt der regulären Entwicklungsarbeit.

Beispiele

  • Microsoft-SDL-Praktiken in einer gesamten Produktorganisation einführen.
  • OWASP SAMM als Reifegradmodell zur Steuerung der AppSec-Entwicklung verwenden.

Verwandte Begriffe