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Vol. 1 · Ed. 2026
CyberGlossary
Entry № 881

Purdue-Referenzarchitektur (PERA)

Was ist Purdue-Referenzarchitektur (PERA)?

Purdue-Referenzarchitektur (PERA)Schichtbasiertes Referenzmodell für Industrienetze, das Business-IT von der Prozesssteuerung trennt — die Grundlage für die Segmentierung industrieller Netze.


Die Purdue Enterprise Reference Architecture (PERA), kurz Purdue-Modell, gliedert industrielle Systeme in hierarchische Ebenen: Ebene 0 (Feldgeräte), Ebene 1 (Basis-Controller, SPS/RTU), Ebene 2 (Leitebene SCADA/HMI), Ebene 3 (Site Operations, MES, Historian), eine DMZ (Ebene 3.5) sowie Ebenen 4-5 (Unternehmens-IT und externe Dienste). Datenverkehr zwischen den Ebenen wird durch Firewalls und DMZs kontrolliert, damit die Steuerungsebenen vom Unternehmensnetz isoliert bleiben. Das Modell ist Grundlage der Leitlinien aus ISA-99/IEC 62443 und konzeptioneller Rahmen für OT-Segmentierung und -Detektion. Moderne Varianten erweitern Purdue um Cloud-Anbindung, Fernwartung, IIoT-Gateways und OT/IT-Konvergenz, ohne das Prinzip strenger Zonenkontrolle aufzugeben.

Beispiele

  1. 01

    Hersteller setzt eine OT-DMZ auf Ebene 3.5, um die Historian-Replikation in die Unternehmens-Cloud zu vermitteln.

  2. 02

    Audit-Checkliste ordnet jeden SPS, jedes HMI und jeden ERP-Server einer Purdue-Ebene zu, um die Segmentierung zu prüfen.

Häufige Fragen

Was ist Purdue-Referenzarchitektur (PERA)?

Schichtbasiertes Referenzmodell für Industrienetze, das Business-IT von der Prozesssteuerung trennt — die Grundlage für die Segmentierung industrieller Netze. Es gehört zur Kategorie OT / ICS / IoT der Cybersicherheit.

Was bedeutet Purdue-Referenzarchitektur (PERA)?

Schichtbasiertes Referenzmodell für Industrienetze, das Business-IT von der Prozesssteuerung trennt — die Grundlage für die Segmentierung industrieller Netze.

Wie funktioniert Purdue-Referenzarchitektur (PERA)?

Die Purdue Enterprise Reference Architecture (PERA), kurz Purdue-Modell, gliedert industrielle Systeme in hierarchische Ebenen: Ebene 0 (Feldgeräte), Ebene 1 (Basis-Controller, SPS/RTU), Ebene 2 (Leitebene SCADA/HMI), Ebene 3 (Site Operations, MES, Historian), eine DMZ (Ebene 3.5) sowie Ebenen 4-5 (Unternehmens-IT und externe Dienste). Datenverkehr zwischen den Ebenen wird durch Firewalls und DMZs kontrolliert, damit die Steuerungsebenen vom Unternehmensnetz isoliert bleiben. Das Modell ist Grundlage der Leitlinien aus ISA-99/IEC 62443 und konzeptioneller Rahmen für OT-Segmentierung und -Detektion. Moderne Varianten erweitern Purdue um Cloud-Anbindung, Fernwartung, IIoT-Gateways und OT/IT-Konvergenz, ohne das Prinzip strenger Zonenkontrolle aufzugeben.

Wie schützt man sich gegen Purdue-Referenzarchitektur (PERA)?

Schutzmaßnahmen gegen Purdue-Referenzarchitektur (PERA) kombinieren typischerweise technische Kontrollen und operative Praktiken, wie in der Definition oben beschrieben.

Welche anderen Bezeichnungen gibt es für Purdue-Referenzarchitektur (PERA)?

Übliche alternative Bezeichnungen: Purdue-Modell, PERA, Purdue-Referenzarchitektur.

Verwandte Begriffe

Siehe auch