CyberGlossary

Netzwerksicherheit

Paketfilterung

Auch bekannt als: Paketfilter

Definition

Eine Netzwerk-Sicherheitstechnik, die die Header-Felder jedes Pakets prüft und es anhand eines statischen Regelwerks zulässt oder verwirft.

Paketfilterung prüft einzelne Netzwerkpakete auf Layer 3/4 und entscheidet anhand von Header-Feldern wie Quell-/Ziel-IP, Transportprotokoll und Ports sowie Flags wie TCP SYN/ACK, ob das Paket erlaubt oder verworfen wird. Sie ist die einfachste Form einer Firewall und wird in Routern, OS-Kernen (iptables, nftables, pf, Windows Filtering Platform) und Cloud-ACLs implementiert. Filter können zustandslos arbeiten (jedes Paket einzeln) oder als Datenebene einer Stateful Firewall dienen. Paketfilterung ist schnell und günstig, kann aber Anwendungs-Kontext, verschlüsselte Nutzlast oder ausgefeilte Umgehungen wie Fragment-Overlapping nicht verstehen — sie ist eine Schicht einer umfassenden Defence-in-Depth-Architektur.

Beispiele

  • Eine iptables-Regel verwirft eingehendes TCP/23 (Telnet) auf einem Linux-Server.
  • Eine ACL auf einem Cisco-IOS-Router blockiert RFC1918-Quelladressen am WAN-Interface.

Verwandte Begriffe