CyberGlossary

Netzwerksicherheit

Mutual TLS (mTLS)

Auch bekannt als: Zweiseitiges TLS, TLS mit Client-Authentifizierung

Definition

Eine TLS-Erweiterung, bei der sowohl Client als auch Server X.509-Zertifikate vorlegen, um sich kryptografisch gegenseitig zu authentifizieren.

Mutual TLS ist eine Variante des TLS-Handshakes, bei der der Server zusätzlich zu seinem eigenen Zertifikat auch ein Client-Zertifikat anfordert. Nach der Validierung der Zertifikatskette und dem Nachweis des privaten Schlüssels bauen beide Endpunkte eine verschlüsselte, beidseitig authentifizierte Sitzung auf. mTLS wird häufig für Maschine-zu-Maschine- und Dienst-zu-Dienst-Kommunikation in Zero-Trust-Architekturen, API-Gateways, Service-Meshes und als VPN-Ersatz eingesetzt. Empfehlenswerte Praktiken sind kurzlebige Zertifikate einer privaten CA, automatisierte Rotation, OCSP- oder CRL-Prüfungen sowie strenger Identitätsabgleich.

Beispiele

  • Ein Kubernetes-Service-Mesh, das SPIFFE-Identitäten ausstellt, sodass jeder Pod-zu-Pod-Aufruf mTLS verwendet.
  • Ein API-Gateway, das Partnersystemen ein Client-Zertifikat einer internen CA abverlangt.

Verwandte Begriffe