Massenüberwachung
Was ist Massenüberwachung?
MassenüberwachungDie anlasslose, massenhafte Überwachung der Kommunikation, Standorte und Online-Aktivitäten einer Bevölkerung durch Staaten oder grosse private Akteure.
Massenüberwachung ist die Erfassung und Auswertung von Daten ganzer Bevölkerungen statt einzelner Verdächtiger und wird typischerweise von Nachrichtendiensten, Strafverfolgungsbehörden oder Telekom- und Werbeunternehmen betrieben. Die Snowden-Enthüllungen 2013 offenbarten NSA-Programme wie PRISM, das US-Anbieter zur Herausgabe von Nutzerdaten zwang, und XKeyscore, ein Abfragewerkzeug über globalen Internet-Traffic. Massenüberwachung untergräbt Privatsphäre, Meinungsfreiheit und den Quellenschutz von Journalisten, auch wenn die meisten Daten nie ausgewertet werden. Gegenmassnahmen sind starke Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, Metadaten-Minimierung, Anonymisierungsnetze wie Tor, Transparenzberichte und Rechtsrahmen wie die DSGVO, die anlasslose Datensammlungen begrenzen.
● Beispiele
- 01
PRISM-Datenabgriff bei grossen US-Cloud-Anbietern auf Grundlage von FISA Section 702.
- 02
Bundesweite Vorratsdatenspeicherung von Mobilfunk-Metadaten.
● Häufige Fragen
Was ist Massenüberwachung?
Die anlasslose, massenhafte Überwachung der Kommunikation, Standorte und Online-Aktivitäten einer Bevölkerung durch Staaten oder grosse private Akteure. Es gehört zur Kategorie Datenschutz der Cybersicherheit.
Was bedeutet Massenüberwachung?
Die anlasslose, massenhafte Überwachung der Kommunikation, Standorte und Online-Aktivitäten einer Bevölkerung durch Staaten oder grosse private Akteure.
Wie funktioniert Massenüberwachung?
Massenüberwachung ist die Erfassung und Auswertung von Daten ganzer Bevölkerungen statt einzelner Verdächtiger und wird typischerweise von Nachrichtendiensten, Strafverfolgungsbehörden oder Telekom- und Werbeunternehmen betrieben. Die Snowden-Enthüllungen 2013 offenbarten NSA-Programme wie PRISM, das US-Anbieter zur Herausgabe von Nutzerdaten zwang, und XKeyscore, ein Abfragewerkzeug über globalen Internet-Traffic. Massenüberwachung untergräbt Privatsphäre, Meinungsfreiheit und den Quellenschutz von Journalisten, auch wenn die meisten Daten nie ausgewertet werden. Gegenmassnahmen sind starke Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, Metadaten-Minimierung, Anonymisierungsnetze wie Tor, Transparenzberichte und Rechtsrahmen wie die DSGVO, die anlasslose Datensammlungen begrenzen.
Wie schützt man sich gegen Massenüberwachung?
Schutzmaßnahmen gegen Massenüberwachung kombinieren typischerweise technische Kontrollen und operative Praktiken, wie in der Definition oben beschrieben.
Welche anderen Bezeichnungen gibt es für Massenüberwachung?
Übliche alternative Bezeichnungen: Massenüberwachung, Anlasslose Überwachung.
● Verwandte Begriffe
- identity-access№ 380
Ende-zu-Ende-Verschluesselung (E2EE)
Verschluesselungsmodell, bei dem nur die kommunizierenden Endgeraete die Schluessel besitzen, sodass Zwischenserver und Netzbetreiber den Klartext nicht lesen koennen.
- privacy№ 280
Datenminimierung
Datenschutzgrundsatz, der vorschreibt, nur die personenbezogenen Daten zu erheben, zu verarbeiten und aufzubewahren, die für einen definierten, rechtmäßigen Zweck notwendig sind.
- compliance№ 440
DSGVO
Datenschutz-Grundverordnung der Europäischen Union, die die Verarbeitung personenbezogener Daten von Personen in der EU und im EWR regelt.